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400.000 Häuser bei Nachbeben in China eingestürzt

Bei zwei Nachbeben im Bezirk Qingchuan in der chinesischen Provinz Sichuan sind mehr als 400.000 Häuser eingestürzt, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die örtliche Katastrophenschutzzentrale meldete.

Angaben zu möglichen Opfern lagen zunächst nicht vor. Wegen der Gefahr einer Überflutung werden unterdessen weitere 80.000 Menschen aus Sichuan in Sicherheit gebracht.

Die Evakuierungsaktion soll bis 18.00 Uhr MESZ abgeschlossen sein. Bei dem Beben haben massive Erdrutsche Flussläufe verstopft, hinter denen sich riesige Stauseen gebildet haben, die sich in Flutwellen zu ergießen drohen.

Besonders bedrohlich war die Lage am Tangjiashan-See im Norden der Provinz Sichuan. Soldaten brachten schwere Baumaschinen in die Berge, um einen 200 Meter langen Kanal zu graben, über den das Wasser ablaufen soll. Auch Sprengungen wurden vorbereitet, wie die Zeitung “China Daily” auf ihrer Website berichtete.

Aus Dörfern und Städten unterhalb des Sees wurden schon tausende Menschen in Sicherheit gebracht. Nach Berichten der Nachrichtenagentur Xinhua waren 1.800 Soldaten auf dem Weg in die Berge. Der Tangjiashan-See ist dabei nur einer von Dutzenden, die durch Erdrutsche bei dem Beben der Stärke 7,9 entstanden, als Millionen Tonnen Gestein und Erde in den Bergen zu Tal stürzten. Einige Dörfer wurden durch die steigenden Wasserstände schon überflutet. Die Lage dürfte noch gefährlicher werden, da in den nächsten Tagen in der Region Gewitter erwartet wurden.

Die Zahl der Toten bei der Erdbebenkatastrophe ist nach amtlichen Angaben inzwischen auf 67.183 gestiegen, 20.790 Menschen wurden noch vermisst.

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