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40 Zivilisten bei Luftangriffen getötet

Afghanistan - Bei einem Luftangriff US-geführter Truppen sind im Süden Afghanistans jüngsten Angaben von Augenzeugen zufolge mindestens vierzig Zivilisten getötet worden.

Nach den Angaben vom Donnerstag könnte die Zahl der zivilen Opfer der Kämpfe in der Provinz Helmand innerhalb der vergangenen zwei Wochen auf 110 steigen.

Der Gouverneur der Provinz hatte bisher von 21 getöteten Zivilisten bei dem Angriff am Dienstag gesprochen, darunter Frauen und Kinder. Ein Augenzeuge berichtete nun, er habe in drei Häusern allein 24 Leichen gesehen. Zugleich bestritt er, dass sich Taliban-Kämpfer in der Gegend aufgehalten hätten. Das US-Militär erklärte dagegen, bei den Kämpfen seien ausschließlich Aufständische getötet worden.

Die Koalitionstruppen gaben an, ihre Soldaten seien bei einer Patrouille angegriffen worden und hätten sich daraufhin ein etwa 16-stündiges Gefecht mit Taliban-Kämpfern geliefert. An den Kämpfen seien etwa 200 Taliban beteiligt gewesen. Aus der Luft hätten die Truppen drei Rebellen-Stellungen und ein Netzwerk von Tunneln zerstört. Ein Soldat sei getötet worden.

Die hohen Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung bringen die afghanische Regierung zunehmend unter Druck. Präsident Hamid Karzai hat die Truppen wiederholt dazu aufgerufen, Zivilisten bei der Verfolgung der Rebellen zu schonen und die Angriffe mit seiner Regierung abzustimmen.

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