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36 Mill. Euro für die Ill-Hochwassersicherung

Die Ill-Verbandshochwasser- Sicherungsarbeiten auf Bludescher Gemeindegebiet sind voll im Gange.
Die Ill-Verbandshochwasser- Sicherungsarbeiten auf Bludescher Gemeindegebiet sind voll im Gange. ©Hronek

In Bludesch-Gais werden derzeit Retentionsbecken für 600.000 Kubikmeter gebaut.

(amp) Jahrhundert-Ereignisse wie die Naturkatastrophen 1999 und 2005 fordern Konsequenzen ein. Die Hochwassersicherung verschlingt im Lande Millionen. Im Moment laufen auf Bludescher Gemeindegebiet die Hochwassersicherungsarbeiten im Bereich der Ill auf Hochtouren. Hier werden vier Rückhaltebecken durch aufwendige Dammschüttungen errichtet. Bis im März 2012 sollen laut Illverband-Geschäftsführer Wolfgang Errath die Bauarbeiten für das Hauptbecken abgeschlossen sein: „Wir nützen die Niederwasserperiode der Ill über den Winter voll aus“.

600.000 Kubikmeter
Im Bedarfsfall wird bis zu 50 Kubikmeter Überwasser pro Sekunde von der Ill über drei Wehre in das Hauptbecken in der Bludescher Au an der Autobahn geleitet. Insgesamt werden auf Bludescher Gemeindegebiet vier Retentionsbecken mit einer Rückhaltemenge von 600.000 Kubikmeter errichtet. Kostenpunkt: 10,8 Millionen Euro. Die im Bedarfsfall zur Flutung notwendigen Grundflächen wurden von der Agrargemeinschaft Bludesch zur Verfügung gestellt. „Für die in diesem Gebiet vorgenommenen Rodungen müssen Ersatzflächen als Mischwald aufgeforstet werden“, sagt Bürgermeister Michael Tinkhauser. In Schlins, Satteins und Frastanz entstehen entlang dem Flusslauf der Ill weitere Rückhaltebecken mit bis zu einer Million Kubikmeter Fassungsvermögen. Sämtliche Hochwassersicherungsanlagen werden im Bedarfsfall über eine Zentrale, die im Feuerwehrzentrum in Schlins eingebaut wird, gesteuert.

Bauzeit bis 2020
Die Illverbauung soll bis zum Jahre 2020 abgeschlossen sein und wird bis dann 36 Millionen Euro „verschlungen“ haben. „Diese Sicherheitsmaßnahmen entlang der Ill sollen einem Jahrhundertereignis standhalten“, sagt Errath. Vor allem könne man aufgrund von Prognosen und Wettervorhersagen schneller und effizienter reagieren. Nicht kalkulierbar sind indes Worst Case Szenarien wie ein Dammbruch in der Silvretta.

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