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35 Prozent fürchten Jobverlust

Schwarzach - Die Wirtschaft läuft auf Hochtouren, die Arbeitslosenzahlen gehen kontinuierlich zurück. "Trotzdem existieren im Land Ängste vor der Arbeitslosigkeit", sagt Meinungsforscher Berndt. Arbeitsplätze

Der Meinungsforscher Dr. Edwin Berndt hat im Auftrag der „VN“ den Stellenwert der Arbeitsplätze unter die Lupe genommen. Demnach halten nur 65 Prozent der Vorarlberger ihren Arbeitsplatz für sicher oder sehr sicher. Ein Drittel fürchtet hingegen um seinen Job.

Maßgebliche Faktoren sind Schulbildung und soziale Situation. „Mit steigenden Einkommens- und Bildungsniveaus nimmt die Zufriedenheit drastisch zu“, erklärt Berndt. Während Absolventen höherer Schulen die Jobsicherheit mit 72 Prozent bewerten, sind es bei Pflichtschul-Abgängern lediglich 43 Prozent.

Große Unterschiede zeigen sich auch bei der beruflichen Stellung: Führungskräfte und Selbstständige sind mit 75 Prozent am optimistischsten, dagegen halten nur 38 Prozent der Hilfsarbeiter und Angelernten ihren Job für sicher.

Schuld an der Arbeitslosigkeit in Vorarlberg sind für 88 Prozent der Befragten die Unternehmer. „Auslagerungen und Profitsucht“ wird ihnen vorgeworfen. 85 Prozent bewerten Automatisierung und Konkurrenzdruck als Jobkiller, 62 Prozent machen die Politik dafür verantwortlich. Immerhin 52 Prozent sagen, „dass viele der Arbeitslosen gar nicht arbeiten wollen“.

Politik tut zu wenig

Die Frage, ob die Vorarlberger Politik „zu wenig oder gar nichts“ für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze unternimmt, beantworten 61 Prozent mit „Ja“. Besonders Anhänger der SPÖ (75 Prozent) sowie Angehörige der Unterschicht (70) orten schwere Versäumnisse bei der Politik.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Ergebnisse für die Politiker verbessert. „Was auch eine Folge der verheißungsvolleren Konjunktur ist“, wie Dr. Berndt erklärt.

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