32 Milliarden Euro von Schutzschirm schon fix zugesagt

Ministerin Schramböck bei "Vorarlberg Live"
Ministerin Schramböck bei "Vorarlberg Live" ©VOL.AT
In "Vorarlberg live" sprach Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck über die größte Weltwirtschaftskrise, eine mögliche Pleitewelle und die Zukunft der Lehre.
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"Es ist die größte Weltwirtschaftskrise, die wir je erlebt haben", sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck in "Vorarlberg live" am Dienstagnachmittag. Die Coronakrise habe die Wirtschaft fest im Griff, mithilfe von Schutzschirmen, Prämien und Zuschüssen versuche man die Auswirkungen abzufedern.

Eine Maßnahme sei der 50 Milliarden Euro schwere Schutzschirm der Bundesregierung. Wie Schramböck angibt, seien bereits 32 Milliarden Euro aus diesem Paket fix zugesagt. Man müsse nun aber an die Zukunft denken und sich an der Weltspitze orientieren. Der Vorarlberger Industrie stellt die Ministerin ein gutes Zeugnis aus, es sei aber in ganz Österreich wichtig in Sachen Produktivität nachzulegen. Wichtig sei dabei der Ausbau von Industrie, Digitalisierung und des Automatisierungsgrades. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung schaffe man damit neue Arbeitsplätze.

Investitionsprämie

Die Österreichischen Unternehmen würden bereits mit großen Plänen für die Zukunft aufzeigen. Grund dafür sei auch die Investitionsprämie des Bundes. "In einem normalen Jahr wird ein Investitionsvolumen von 8,5 Milliarden Euro eingesetzt, letztes Jahr waren es 30 Milliarden Euro." Es gebe bereits 85.000 Anträge, 2,8 Milliarden Euro wurden bereits fix vergeben. Eine Antragsstellung ist noch bis Ende Februar möglich, die ersten Schritte in Richtung Investition müssen dann Ende Mai vorgelegt werden. Schramböck betont im Interview nochmals, dass es sich bei der Investitionsprämie ebenso wie bei Kurzarbeit, Fixkostenzuschuss und Härtefallfonds um Unterstützungen handelt, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Aufgrund der finanziellen Unterstützungen seien im vergangenen Jahr 35 Prozent weniger Insolvenzen verzeichnet worden, die Ministerin rechnet damit, dass diese Zahl sich nach der Krise bei den Werten vor der Pandemie einpendeln wird. Große Pläne gebe es hingegen bei dem Ausbau der Lehrberufe. Es werde derzeit an einem "großen Paket" an Lehrberufen, darunter in der Recycling- bzw. Umweltbranche, gearbeitet. Auch eine Pflegelehre könnte bereits ab Herbst 2021 möglich sein. Die Gespräche mit dem Gesundheitsministerium würden bereits laufen.

Kurzarbeitsbudget aufgestockt

Auch das Kurzarbeitsbudget für heuer wird von 5 auf 7 Mrd. Euro aufgestockt. Das teilten das Arbeitsministerium und das Finanzministerium am Dienstag mit.

Derzeit sind 458.993 Personen in Kurzarbeit. Das sind um 18.600 Kurzarbeitende mehr als in der Vorwoche. Außerdem sind insgesamt 534.256 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet oder befinden sich in Schulung. Das sind um 744 Personen mehr als in der Vorwoche und um 113.000 Arbeitslose mehr als im Vorjahr.

"Vorarlberg Live"

Neben der Wirtschaftsministerin waren auch AMS-Vorarlberg-Geschäftsführer Bernhard Bereuter sowie der Hörbranzer Bürgermeister Andreas Kresser zu Gast bei "Vorarlberg Live".

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(red)

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