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2627 Personen mehr arbeitslos im Ländle

Bregenz, Wien - Um 28,3 Prozent mehr Personen als vor einem Jahr – exakt 11.894 – waren Ende April in Vorarlberg ohne Arbeitsplatz. Österreichweite Zahlen

In Österreich stieg die Arbeitslosigkeit um 25,9 Prozent auf 258.240 Personen an, nicht mitgerechnet jene 64.169 Jobsuchenden, die gerade Schulungen des Arbeitsmarktservice durchlaufen. Dass Vorarlbergs Arbveitslosenrate nicht noch höher stieg, ist u. a. jenen 1682 Beschäftigten zu verdanken, die bis dato kurzarbeiten können statt stempeln müssen.

Dazu AMS-Landeschef Anton Strini auf unsere Anfrage: „Das Arbeitsmarktbild im Land ist zweigesichtig. Einerseits kämpft der produzierende, also der deutlich exportabhängige Bereich mit Riesenproblemen, speziell im Fall des Nahbezuges zur Autobranche. Andererseits konnte der Trend bei über 50Jährigen (22,8 Prozent mehr Arbeitslose) und bei jungen Menschen bis 25 eingebremst werden, wo die gemeinsam mit dem Land forcierten Programme und Schulungen sichtlich greifen.” Genau deshalb spiele bei allen regionalen Anti-Arbeitslosigkeits-Strategien (Höher-)Qualifizierung eine so dominante Rolle: „53 Prozent aller Arbeitslosen sind nämlich ungelernte Kräfte” (Strini).

Mit gut 28 Prozent Zunahme liegt Vorarlberg im Mittelfeld der Bundesländer. Dass allein im April 4437 Personen neu in die Arbeitslosigkeit eintraten, ist auch dem Saisonfinale im Wintertourismus zuzuschreiben – gut 1600 Neuzugänge kommen allein aus dieser Beschäftigtensparte. Aber auch in anderen Branchen sind die Jobverluste im Jahresvergleich teils dramatisch explodiert: Etwa in den Elektro- und Metallberufen (+ 82,4 Prozent), Verkehrsberufen ( + 61,1), auch die Arbeitslosigkeit von Technikern erhöhte sich mit 46 Prozent bedenklich. Strini: „Es ist je nach Wirtschaftssparte das mehr oder weniger gleich ernüchternde Bild – auch bei der Nachfrage nach Mitarbeitern bzw. beim Stellenmarkt melden ausschließlich die Gesundheitsberufe eine Zunahme ( + 24,5 Prozent).”

Weil dies alles aber noch bestimmt nicht das Ende der Fahnenstange sein dürfte, hat Sozialminister Hundstorfer eben erst weitere 35 Mill. Euro für Jugendbeschäftigungsmaßnahmen locker gemacht. „Weil die extrem schnell völlig aus der Bahn geworfen würden, sobald mit dem Job was schief gelaufen ist”, erläuterte Strini. Vorarlberg stehen damit um 1,4 Mill. Euro mehr für diese Zielgruppe zur Verfügung, außerdem habe das Land „Nachschussbereitschaft” für alle guten Ideen signalisiert, mit denen der Jugendarbeitslosigkeit effizient der Kampf angesagt werden kann.

In Deutschland ist die Arbeitslosigkeit im April fast unverändert bei 3,585 Millionen verharrt. Das dürfte ebenfalls primär dem Umstand zu verdanken sein, dass beim Nachbarn erneut 440.000 Anmeldungen in die Kurzarbeit erfolgten, nachdem im März bereits über 670.000 Beschäftigte in Kurzarbeitsverhältnisse eingetreten waren. Die Arbeitslosenquote dort blieb bei 8,6 Prozent, jene in Österreich ist jetzt 7,1 Prozent.

 

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