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23 Tote bei Anschlag in Bagdad

Bei dem Selbstmordanschlag im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Montag mindestens 23 Menschen getötet worden. Das teilte die irakische Polizei mit.

Mindestens 30 weitere Menschen seien durch die Explosion der Autobombe verletzt worden. Viele Geschäfte gerieten in Brand und zahlreiche Fahrzeuge fingen ebenfalls Feuer. In der Nähe des Anschlagsortes habe es zudem eine zweite Explosion gegeben, sagte die Polizei. Einzelheiten seien noch nicht bekannt.

Die irakische und US-Armee haben vor drei Wochen eine Sicherheitsoffensive in der Hauptstadt begonnen, um den Kreislauf der Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten zu durchbrechen. Seit Sonntag gehen die Soldaten gegen die Hochburg des radikalen Geistlichen Moktada al-Sadr im Viertel Sadr-City vor. Dessen Miliz gilt als eine der Hauptquellen der Gewalt.

Die US-Armee erklärte unterdessen, irakische Sicherheitskräfte und US-Soldaten hätten in der mittelirakischen Pilgerstadt Kerbala einen Angehörigen der Schiiten-Miliz Mahdi-Armee festgenommen. Nach Angaben aus Kerbala handelt es sich bei dem Festgenommenen um ein hochrangiges Mitglied der Bewegung des radikalen Predigers Muktada al-Sadr, zu der die Miliz gehört.

Das irakische Innenministerium wiederum gab die Verhaftung des zweiten Mannes an der Spitze der sunnitischen Terrororganisation „Islamischer Staat im Irak“ bekannt. Das Ministerium erklärte am Montag nach Angaben der irakischen Nachrichtenagentur INA, Abdullah Latif al-Jaburi sei am Sonntag in der rund 100 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Ortschaft Duluiya bei einer Razzia gefasst worden.

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