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22 Monate alter Bub musste bei 28 Grad aus Auto befreit werden

Eineinhalb Stunden war der 22 Monate alte Bub aus Wien am Sonntag allein.
Eineinhalb Stunden war der 22 Monate alte Bub aus Wien am Sonntag allein. ©Bilderbox (Symbolbild)
Eine Wiener Familie auf Verwandtenbesuch in Kapfenberg hat am Sonntag ihren 22 Monate alten Buben eineinhalb Stunden im Auto allein gelassen. Eine Passantin hatte die Schreie des Kindes gehört und die Polizei alarmiert. Es handle sich nur um ein Missverständnis, sie haben den Buben nicht bei der Hitze allein lassen wollen, beteuern die Eltern. Sie wurden angezeigt.
Dreijähriger unabsichtlich im Auto eingesperrt
Autos können bei Hitze zur Falle werden

Einer Frau, die sich als Gast in einem Lokal nahe dem Parkplatz in der Grazerstraße aufhielt, war das Schreien des knapp Zweijährigen im Auto aufgefallen. Sie verständigte die Polizei. Weil der Wagen versperrt war, schlugen die Beamten die Seitenscheibe ein, holten den Kleinen aus dem Fond und versorgten ihn mit Flüssigkeit. Er zeigte laut Polizeiangaben bereits Spuren von Dehydration und schwitzte am ganzen Körper.

Eltern stimmten einer Untersuchung im Krankenhaus nicht zu

Nach der Erstversorgung durch das Rote Kreuz wollten die Helfer den Buben mit ins Krankenhaus nehmen, um ihn genauer untersuchen zu lassen. Die inzwischen eingetroffenen Eltern lehnten dies jedoch mittels Revers ab. Weil keine unmittelbare Gefahr mehr bestand, wurde das Kind zurück in die Obhut der Eltern gegeben. Das Paar wurde wegen Vernachlässigung der Pflege, Erziehung oder Beaufsichtigung angezeigt.

Bei 28 Grad eineinhalb Stunden im Auto allein – ein Missverständnis

Begründet wurde der Umstand, dass der Bub bei Hitze eineinhalb Stunden im Auto zurückgelassen worden war, von den beiden mit einem Missverständnis: Sie beide hätten – verschiedene – Verwandte besucht, hatten aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten den Wagen verlassen. Dabei habe der eine vom anderen geglaubt, er bzw. sie kümmere sich um den Kleinen. (APA)

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