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2018 kommt die Video-Vignette für die Autobahn

Pickerlsammlungen wie diese gehören bald der Geschichte an
Pickerlsammlungen wie diese gehören bald der Geschichte an
Schluss mit Kleben und Kratzen - ab 2018 soll die Video-Vignette die Klebevignette für Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich ergänzen. Diese kann online bestellt werden und kostet genau so viel wie das zu klebende Modell. An der pauschalen Bemautung ändert sich nichts, die Vignette dient also nicht zur Einführung einer kilometerabhängigen Maut, beruhigt das Verkehrsministerium.

Die österreichische Autobahn-Vignette macht den Sprung ins digitale Zeitalter. Im Verlauf des Jahres 2018 bietet die Asfinag erstmals eine Video-Vignette an – in einem ersten Schritt für Zehn-Tages- und Zwei-Monats-Vignetten, in der Folge auch für Jahresvignetten. Die Video-Vignette ist an das Kennzeichen gebunden und jederzeit online oder über eine Smartphone-App zu lösen, erklärt die Asfinag. Die Klebe-Vignette werde weiterhin parallel erhältlich sein.

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Höchster Wert auf Datensicherheit gelegt

“Wir wollen mehr Komfort für den Kunden: das Kleben und Ablösen entfällt, denn die Video-Vignette ist an das Kennzeichen gebunden. Kunden können die Video-Vignette unabhängig von Zeit und Ort jederzeit online kaufen. Kennzeichen registrieren und losfahren – einfacher war Mautbezahlen noch nie”, erklären die Geschäftsführer der Maut Service GmbH, Gabriele Lutter und Bernd Datler und führen weiter aus: “Wer die Klebevignette bevorzugt, wird diese auch weiterhin kaufen können.” Preislich werde es keinen Unterschied zwischen Video- und Klebevignette geben. Bei der Einführung der Video-Vignette lege die Asfinag höchsten Wert auf Datensicherheit.

Kontrolle über bestehende Videoanlagen

Kontrolliert wird die Video-Vignette über die bereits bestehenden Videoanlagen an den “Über-Kopf-Brücken” an den Autobahnen, die zur Erfassung der Lkw-Maut errichtet wurden und schon bisher auch dazu dienen, Vignetten-Sünder auszumachen. Die Feststellung, ob der Autobahnbenützer auch wirklich eine Vignette hat, erfolgt über das Kfz-Kennzeichen. Die Investitionskosten werden bei 12 Mio. Euro liegen.

So wird die Video-Vignette funktionieren

Über eine Homepage oder Smartphone-App kann der Kunde sein Fahrzeugkennzeichen registrieren und wählt dann zwischen Zehn-Tages- oder Zwei-Monats-Vignette aus. Bezahlt wird über Kreditkarte. Das System ermögliche es zusätzlich, vor Fahrtantritt zu prüfen, ob es für das jeweilige Kennzeichen bereits eine angemeldete und gültige Video-Vignette gibt.

Die Kontrolle, ob ein Fahrzeug die Video-Vignette gelöst hat, erfolge stichprobenartig über die elektronischen Systeme der Asfinag. Höchsten Wert lege man dabei auf die Datensicherheit: Die Datenschutz-Behörde wird informiert und in die Entwicklung des neuen Produkts eingebunden. “Wir werden sämtliche Auflagen erfüllen – das ist Grundvoraussetzung”, betont Datler.

Kosten bleiben gleich wie bei Klebevariante

“Die Videovignette ist ein großer Service-Sprung für die Autofahrerinnen und Autofahrer: Wer will, muss künftig nicht mehr kleben und kratzen, und wer aus dem Ausland kommt, muss nicht mehr an der Grenze stehen bleiben”, so Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ) zur APA. Und auch Asfinag-Chef Klaus Schierhackl streicht die Kundenfreundlichkeit hervor. “Es entfallen die Probleme bei Wechselkennzeichen und der Ärger bei einem Scheibenbruch.” Und er stellt klar: Die Video-Vignette kostet gleichviel wie die Klebevariante.

(APA, Red.)

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