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2014 – Das Jahr mit der geringsten Feinstaubbelastung

Aktueller Bericht des Umweltinstituts zur Luftgütebilanz 2014.
Aktueller Bericht des Umweltinstituts zur Luftgütebilanz 2014. ©VOL.AT/Bernd Hofmeister
Schwarzach - Seit Beginn der systematischen Feinstaubmessungen war 2014 das Jahr mit der geringsten Feinstaubbelastung. Bei Feinstaub und Ozon lagen die an den dauerregistrierenden Messstellen erhoben Schadstoffkonzentrationen durchwegs unter den Grenz- bzw. Schwellenwerten, die Stickstoffdioxid-Belastung war hingegen an den verkehrsnahen Messstandorten wie schon seit Jahren deutlich erhöht.

“Dies zeigt zum einen die Erfolge der Maßnahmen zur Feinstaubreduzierung, zum anderen werden die unverändert hohen Umweltbelastungen durch den Straßenverkehr klar aufgezeigt”, betont Landesrat Johannes Rauch.

Seit Jänner 2010 gilt für Feinstaub der verschärfte Österreichische Grenzwert mit 25 erlaubten Überschreitungen des Tagesmittelwerts von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) Luft. Die EU-Richtlinie erlaubt 35 Überschreitungen. Selbst der verschärfte nationale Grenzwert gemäß Immissionsschutzgesetz-Luft wurde an keiner Messstelle überschritten. Auch der Jahresmittel-Grenzwert für Feinstaub von 40 µg/m³ konnte an sämtlichen Messstationen eingehalten werden. “Dies ist ein Beleg dafür, dass das im Mai 2005 von der Vorarlberger Landesregierung beschlossene 30+1 Punkte Maßnahmenprogramm zur Reduzierung der Feinstaubbelastung Wirkung gezeigt hat”, freut sich Landesrat Rauch.

Ozonwerte unter Informationsschwelle

Auch die Ozonwerte lagen im witterungsmäßig sehr unbeständigen Sommerhalbjahr 2014 durchwegs unter der Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) Luft. Ähnlich geringe Konzentrationen wurden seit Beginn der systematischen Ozonüberwachung vor rund 25 Jahren in regenreichen Sommern etwa im Jahr 2000 oder im Jahr 2009 gemessen.

Stickstoffdioxid-Konzentrationen an verkehrsnahen Messstellen erhöht

Die Stickstoffdioxid-Konzentrationen (NO2) waren hingegen an den verkehrsnahen Messstellen deutlich erhöht, die Konzentrationen bewegen sich seit etwa zehn Jahren auf unverändert hohem Niveau. An den Messstellen in Feldkirch, Lustenau und Höchst wurde der Jahresmittel-Grenzwert von 35 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten.

NO2 stammt zu 70 Prozent aus den Verkehrsemissionen und kommt daher in höheren Konzentrationen vor allem in der Nähe stark befahrener Straßen vor. Einem Schadstoffanstieg infolge des seit Jahren steigenden Verkehrsaufkommens konnte mit verkehrslenkenden Maßnahmen und technischen Emissionsminderungen besonders bei Schwerlastfahrzeugen entgegen gewirkt werden, die motorentechnische Entwicklung zur Verringerung der NO2-Abgaswerte zeigte bisher aber nur begrenzte Fortschritte. “Nur verkehrsreduzierende Maßnahmen wie der Ausbau und die verstärkte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wird zu einer nachhaltigen Verringerung der Belastung führen”, so Landesrat Rauch.

(VLK)

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