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2010 kommt erster Oscar des österreichischen Films

Markovics hofft auf "Teppich, Smoking, Abendkleid"
Markovics hofft auf "Teppich, Smoking, Abendkleid" ©APA (Archiv/Techt)
Der Oscar soll einen österreichischen Verwandten bekommen: Die im März gegründete "Akademie des österreichischen Films" möchte im Winter 2010 erstmals einen österreichischen Filmpreis vergeben.

Die beiden Hauptpreise (Bester österreichischer Spielfilm, Bester österreichischer Dokumentarfilm) sollen, so Akademie-Präsident Karl Markovics, “möglichst hoch dotiert werden”.

Die “Höhenflüge des österreichischen Films” sowie die Erfahrungen österreichischer Filmschaffender bei Akademie-Preisverleihungen in Deutschland und den USA hätten zu der neuen Initiative geführt, die nach bisher drei gescheiterten Anläufen endlich einen Oscar des österreichischen Films ins Leben rufen möchte, schilderte Produzent Aichholzer. “Wir wollen vom Understatement weg”, so Drehbuchautorin Eva Spreitzhofer-Wiesner.

“Das Gleiche wie der Oscar wäre lächerlich, denn da schauen Hunderte Millionen Fernsehzuschauer in aller Welt zu. Schön wäre aber eine Gala mit rotem Teppich, Smoking und Abendkleid, bei der man sich dennoch wohlfühlen kann”, erklärte Markovics. Die erste Gala ist jedenfalls noch für 2010 geplant.

Vorerst wirbt man unter den österreichischen Filmschaffenden um Akademie-Mitglieder, die für 150 Euro Jahresmitgliedsbeitrag auch die Stimm-Berechtigung für den noch namenlosen Preis erwerben, der von einem heimischen Künstler gestaltet werden soll. Der Vorstand sowie die bisher rund 70 Mitglieder sollen die gesamte Breite des heimischen Filmschaffens widerspiegeln und reicht von Kameramann Martin Gschlacht und Drehbuchautor Rupert Henning über die Regisseure Harald Sicheritz, Stefan Ruzowitzky, Barbara Albert (neben Markovics Präsidentin) und Reinhard Schwabenitzky bis zu den Schauspielerinnen Nina Proll und Ursula Strauss.

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