2008: Erneut Windwarnungen mit hoher Zuverlässigkeit

Bregenz - Die Bilanz 2008 der "Arbeitsgruppe Sturmwarndienst am Bodensee" ist positiv: Die Trefferrate für Windwarnungen, die von den nationalen Wetterdiensten herausgegeben werden, ist weiterhin auf hohem Niveau.

“Davon profitieren alle, die am und um den See unterwegs sind, insbesondere die Wassersportler genießen ein zusätzliches Maß an Sicherheit”, kommentiert Landeshauptmann Herbert Sausgruber diese positive Meldung.

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretern der nationalen Wetterdienste (Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, Deutscher Wetterdienst DWD sowie für Österreich die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik), Vertretern der See- und Wasserschutzpolizei sowie weiterer Warndienste aus allen drei Anrainerstaaten zusammen. Jedes Jahr analysieren und beurteilen sie die Qualität der Windwarnungen für den Bodensee, um daraus Maßnahmen für weitere Verbesserungen abzuleiten.

Wetterablauf

Zahlreiche Hochdrucklagen mit wenig Nebel bescherten 2008 einen ungewöhnlich sonnigen Winter. Aber auch einige Föhnlagen sorgten für nebelfreie und milde Tage, so beispielsweise am 12. Jänner und 4. Februar 2008 mit Böenspitzen in Altenrhein bis 95 km/h. Der Frühling insgesamt zeigte sich (mit Ausnahme des Monats Mai) wechselhaft. Ein Weststurm sorgte am 1. März für Windspitzen von über 100 km/h. Im Sommer gab es keine längeren Schönwetter- und Hitzeperioden. Die Sommermonate lagen, was Temperatur und Niederschlag betrifft, weitgehend in der Norm. Heftigere Gewitter mit Böen über 80 km/h gab es am 7. und 19. August. Insgesamt blieben aber schlimmere Unwetter wie im Jahr 2007 aus. Auch im Herbst traten wenig Nebellagen auf und speziell der November war im Flachland überdurchschnittlich sonnig. Im Übrigen gab es wiederum oftmals West- oder Südstaulagen mit milden Föhntagen in der Bodenseeregion.

Bestätigte hohe Zuverlässigkeit

Um die Qualität der Starkwind- und Sturmwarnungen zu beurteilen, erstellte die DWD-Regionalzentrale Stuttgart eine umfangreiche und detaillierte statistische Auswertung. Nur mit solchen Kontrollen kann die Arbeitsgruppe systematische Schwachstellen in den Warnverfahren aufdecken und Maßnahmen für weitere Verbesserungen der Warntätigkeit ableiten. Die vorgelegte Auswertung für die Warnperiode 2008 zeigt, dass die Trefferrate auf hohem Niveau stabil gehalten werden konnte. Gleichzeitig verringerten die Warndienste konsequent und erfolgreich die Falschalarme. Polizeistellen und Rettungsdienste bestätigten diese positive Bilanz.

Ziele

Die beteiligten Wetterdienste wollen auch heuer wieder die sehr guten Trefferraten der vergangenen Jahre im Starkwind- und Sturmbereich wie auch die sehr niedrige Falschalarmrate erreichen. Auch die verminderten Unterschiede der Trefferraten auf den verschiedenen Seeteilen soll aufrecht erhalten werden. Um den Sturmwarndienst weiter zu verbessern, intensivieren die Wetterdienste zudem den Austausch untereinander und pflegen den engen Kontakt mit den Seenutzern.

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