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20 Tote bei Bombenanschlag in Bagdad

Bei der Explosion einer Autobombe vor dem Sitz der US-Verwaltung in Bagdad sind Sonntag mindestens 20 Menschen getötet und dutzende Menschen verletzt worden.

Unter den Toten seien auch zwei US-Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums, teilte ein Sprecher der US-geführten Streitkräfte am Sonntagmorgen mit. Nach Angaben von Armee und Krankenhausmitarbeitern wurden bei dem Autobombenanschlag etwa 65 Menschen verletzt.

Der Anschlag ereignete sich um 8.00 Uhr Ortszeit. Zum Zeitpunkt der Detonation standen vor dem Haupttor des ehemaligen Präsidenten-Palastes zahlreiche Menschen um Arbeit an. Die Detonation war in einem weiten Umkreis am Tigris-Ufer zu hören.

Der Chef der irakischen Polizei, Ahmed Ibrahim, sprach von einem „Terrorakt”. Das präparierte Fahrzeug ging in der Warteschlange vor dem Eingangstor zu dem schwer bewachten Gebäudekomplex in die Luft. Ein Augenzeuge sagte, die Schlange sei etwa hundert Meter lang gewesen.

Das Gelände vor dem US-Hauptquartier glich nach der Explosion einem Schlachtfeld. Mehrere Autos standen in Flammen, dicke Rauchschwaden behinderten die Sicht. Das US-Militär sperrte die Straßen, die zum Ort der Explosion führen, weiträumig ab. Krankenwagen versuchten, sich ihren Weg durch das dadurch entstandene Verkehrschaos zu bahnen.

Es war der schlimmste Anschlag seit Jahresbeginn. In der Silvesternacht waren bei einem Anschlag auf ein Nobelrestaurant in Bagdad acht Menschen gestorben.

Die US-Verwaltung ist im früheren Präsidentenpalast von Saddam Hussein untergebracht. Auch US-Zivilverwalter Bremer hat in dem Komplex sein Büro.

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