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20 Jahre First Response Laterns und ein weiterer Defibrillator

Der dritte Defi im Bunde ist eine wertvolle Ergänzung – Bürgermeister Gerold Welte mit First Responder Adi Rohrer (r.) und Rotkreuz-Abteilungskommandant Maximilian Partsch (l.).
Der dritte Defi im Bunde ist eine wertvolle Ergänzung – Bürgermeister Gerold Welte mit First Responder Adi Rohrer (r.) und Rotkreuz-Abteilungskommandant Maximilian Partsch (l.). ©RKV
Klein, aber fein gestaltete sich vor wenigen Tagen der Festakt zur offiziellen Übergabe eines dritten automatisierten externen Defibrillators (AED), kurz Defi, in der Gemeinde Laterns – ein Anlass, der vor allem auch im Fokus von „20 Jahre First Response“ in der kleinen Kommune stand.

Ersthelfer aus der Nachbarschaft
First Response bedeutet „Erste Reaktion“ und beschreibt eine wertvolle Ergänzung zum Rettungsdienst. Denn First Responder sind – im Sinne des Roten Kreuzes – ausgebildete Rettungssanitäter, die in ihrer Freizeit bei medizinischen Notfällen in ihrer Nachbarschaft parallel zum Rettungsdienst alarmiert werden.
Ziel ist es, die Zeit zwischen dem Notfall und dem Eintreffen der Rettungskräfte zu vermindern und somit so rasch als möglich, Erste Hilfe leisten zu können. Denn im Notfall zählt jede Sekunde.

Defi als wertvolle Ergänzung
Ausgestattet mit einem speziellen Rettungsrucksack, ist es für die First Responder aber auch äußerst wertvoll, bei einem Notfall mit Herzrhythmusstörungen stets einen Defi griffbereit zu haben.
Dass dies nun auch in Laterns allerorts möglich ist, dafür sorgt der neue AED: Während bereits im Gemeindeamt und beim Feuerwehrhaus die lebensrettenden Geräte bereitstehen, konnte der neue nun im Gemeindegebiet Bonacker (Erdbau Nesensohn) platziert werden.

Der neue Defi in Laterns hängt bei Erdbau Nesensohn im Bonacker – per Knopfdruck steht dieser im Notfall dem Ersthelfer unkompliziert zur Verfügung. © RKV

Festliche Defi-Übergabe
Finanziert von der Gemeinde überreichte der Laternser Bürgermeister, Gerold Welte, im Beisein der Bevölkerung und dem Kommandanten der Rotkreuz-Abteilung Feldkirch, Maximilian Partsch, den Dritten im Bunde an den Laternser First Responder Adi Rohrer. „Bei einer Länge unseres Einsatzgebiets von 13 Kilometern ist es sehr wichtig, dass Defis möglichst gut verteilt zur Verfügung stehen“, weiß Rohrer – gerade als erfahrener Rotkreuz-First-Responder (Gründungsmitglied von First Response in Laterns im Jahr 2003) und langjähriger Disponent in der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle aus der Praxis nur allzu gut. Er ergänzt: „Übrigens kann JEDER einen Defi bedienen und somit Leben retten. Die Beschreibung auf dem Gerät leitet Schritt für Schritt an. Man kann nichts falsch machen.“

Bei einer Simulationsübung demonstrierten die Laternser First Responder die Anwendung eines Defis – mit dem Hinweis, dass jeder einen Defi in Einsatz bringen kann. Denn auch hier gilt es wie bei der Ersten Hilfe: Man kann nichts falsch machen, außer man macht nichts. © RKV

264 Rotkreuz-First-Responder in 50 Gemeinden
In den 20 Jahren First Response in Laterns rückten die Ersthelfer rund 600 Mal im Notfall aus. Allein im letzten Jahr waren es 40 Einsätze, bei denen sie bei Verkehrsunfällen bis hin zu Krampfanfällen wertvolle Erste Hilfe leisten konnten. Vorarlbergweit sind in 50 Gemeinden First-Reponder-Gruppen und somit insgesamt 264 Ersthelfer des Roten Kreuzes Vorarlberg aktiv.

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