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20.000 Erdbebenopfer im Iran bestätigt

Die Zahl der Erdbebenopfer im Iran beläuft sich nach Angaben des Innenministeriums in Teheran mit Sicherheit auf mehr als 20.000 Tote.

Bis zu 15.000 Opfer seien bereits geborgen worden, sagte der iranische Innenminister Abdolwahed Musawi Lari am Sonntag. Bereits am Samstag hatte das Ministerium die Opferzahl auf 20.000 geschätzt.

Der Bürgermeister der südöstlichen Provinzhauptstadt Kerman, Akbar Alawi, rechnete mit bis zu doppelt so vielen Toten. Die Provinzregierung und die iranische Zentrale für Naturkatastrophen hatten dagegen erklärt, die Opferzahl liege deutlich niedriger. Laut dem iranischen Innenminister seien etwa 15.000 der Toten bereits bestattet worden.

Bei dem Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala war Freitag früh die Stadt Bam an der Seidenstraße, die rund 100.000 Einwohner hatte, fast völlig zerstört worden. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete, dass am Wochenende rund 1.000 Verschüttete noch lebend geborgen werden konnten. Sie seien mit Hunden bzw. Schall-Ortungsgeräten aufgespürt worden. Neben iranischen Einheiten seien Rettungsteams aus 21 Staaten in der Katastrophenregion im Einsatz.

Die Hoffnung, in den Trümmern noch Überlebende zu finden, sank am Sonntag zusehends. Die UNO in Genf erklärte, die Rettungsarbeiten würden im Laufe des Sonntags beendet. Hilfsorganisationen sollten keine neuen Teams mehr in die Katastrophenregion schicken. Noch geben die Retter aber nicht auf, wie der Sprecher des deutschen Technischen Hilfswerks (THW), Nicolas Hefner, betonte. In einem Wettlauf mit der Zeit suchten Helfer und Angehörige teilweise mit bloßen Händen nach Verschütteten. In der Regel können bis zu 72 Stunden nach einem Erdbeben noch Überlebende geborgen werden – also theoretisch bis Montag früh.

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