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18-fach Vorbestrafter zerkratzte Nachbarn Auto

Die Richterin glaubt dem Angeklagten nicht.
Die Richterin glaubt dem Angeklagten nicht. ©VOL.AT/Eckert
Über 7300 Euro Schaden, Angeklagter leugnet, wird aber dennoch verurteilt.

Von Christiane Eckert/VOL.AT

Der 49-Jährige hat bereits einiges auf dem Kerbholz, zwölf seiner Vorstrafen sind einschlägig, doch seit über zehn Jahren hat er sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen. So stünde es Aussage gegen Aussage, wären da nicht die zwei gesicherten DNA-Spuren am Nachbarauto. Der VW-Golf wurde in der Götzner Gemeinschaftsgarage dermaßen zerkratzt, dass sich der Schaden für die Reparatur auf 7.300 Euro beläuft. Der Pensionist erzählt nochmals, wie er abends seinen Wagen auf seinen Platz stellte, morgens war das Fahrzeug beschädigt.

Erklärung gesucht

Der Angeklagte, der mit dem betreffenden Nachbarn ein angespanntes Verhältnis hat, kann sich die Spuren nur so erklären, dass er einmal unbewusst das Auto berührte. Beim Aussteigen, wenn der Abstand zwischen seinem und dem Nachbarn gering war, meint er. Doch das Gericht findet diese Erklärung seltsam, vor allem, weil es sich um zwei verschiedene Orte handelt, wo der genetische Nachweis sicher gestellt wurde. Somit – Schuldspruch wegen schwerer Sachbeschädigung – 960 Euro Strafe, sechs Monate Haft auf Bewährung und Pflicht zur Schadensgutmachung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

(Red.)

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