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150 Ärzte schenkten ihm ein neues Gesicht

Eine faszinierende Verwandlung.
Eine faszinierende Verwandlung. ©Facebook
Dem Amerikaner Richard Lee Norris wurde im März dieses Jahres ein neues Gesicht geschenkt. Nun kann er endlich wieder einem Leben nachgehen, das er bei einem Schießunfall fast verloren hatte.

Ein Schießunfall zerstörte beinahe sein Leben; schwer gezeichnet lebte er 15 Jahre lang zurückgezogen. Nur bei Dunkelheit oder mit einer Maske ging er auf die Straße. „ Die Leute hatten mich wegen meiner Entstellung angestarrt“,  wird Richard Lee Norris auf „Focus“ zitiert.

Er lebte isoliert

Nichts in seinem Gesicht erinnerte an sein früheres Spiegelbild.  Nase, Lippen und Kiefer sahen zerknautscht aus, er konnte weder essen noch etwas Beißen. Er magerte ab, trug bei seltenen Ausflügen Maske und Baseball-Kappe. Heiraten, oder Arbeiten war für ihn undenkbar.

Mehrere gescheiterte Operationen

Im Alter von 22 löste sich ein Schuss aus einem Gewehr, dass in seinem Wandschrank lehnte und dass er nur eben gerade rücken wollte. Der junge Mann überlebte, aber sein Gesicht war deformiert. Er ließ sich mehrmals operieren, doch die Schäden waren zu groß – alle Operationen scheiterten. Wie „20min.ch“ berichtet, erzählt Norris gegenüber der „Washington Post“: „Nach mehreren Versuchen einer Rekonstruktion gab es nur noch die Möglichkeit einer Transplantation“

150 Ärzte waren am Eingriff beteiligt

Dann, im März 2012, kam es zu einem noch nie dagewesenen Eingriff: 150 Ärzte verschafften dem gebeutelten Mann in einem 36-Stunden-Operations-Marathon ein neues Gesicht. Auch Zunge, Zähne und beide Kieferknochen wurden erneuert.  

Die Operation glückte, eine Woche nach dem Eingriff konnte er sich rasieren und seine Zähne putzen. Trotzdem musste er zwei weitere Monate im Krankenhaus bleiben, wurde von Ärzten, Psychologen und Sozialarbeitern betreut.

Ein neues Leben

„Ich kann jetzt an den Leuten vorbeigehen, ohne dass mich jemand eines zweiten Blickes würdigt“, so Norris. Täglich kann er sich nun seinen Wunsch erfüllen, ein weitgehend normales Leben zu führen: „Mir geht es gut. Ich verbringe viel Zeit beim Angeln und dabei, mein Golfspiel zu verbessern.“  Trotzdem bleibt die Angst  vor einer Reaktion seines Körpers, die Gefahr einer Abstoßung des Gewebes ist real. Mit der täglichen Einnahme von Medikamenten versucht er dem entgegenzuwirken, um so lange wie möglich sein wiedergewonnenes Lächeln zu behalten.

(VOL.AT)

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