15. Neujahrsempfang der Marktgemeinde Frastanz

Frastanz. Eine Gemeinschaft ist so stark, wie jede(r) Einzelne bereit ist, seine soziale Verantwortung wahrzunehmen und sich solidarisch einzubringen: Dies gilt auch und gerade in Krisenzeiten, wie sie uns von den Zukunftsforschern und Wirtschaftsexperten vorausgesagt werden. Darin waren sich Bürgermeister Mag. Eugen Gabriel und Festredner Günter Lampert am vergangenen Freitag beim 15. Neujahrsempfang der Marktgemeinde Frastanz einig.

Über 200 Besucher aus Frastanz und den Nachbargemeinden folgten der Einladung von Bürgermeister Mag. Eugen Gabriel in den Adalbert-Welte-Saal. Mit dabei waren auch viele prominente Gäste wie Landesstatthalter Mag. Markus Wallner, Bezirkshauptmann Dr. Berndt Salomon, der Nenzinger Bürgermeister Florian Kasseroler, Vizebürgermeisterin LAbg. Erika Burtscher aus Feldkirch, Bundesrat Edgar Mayer, die Landtagsabgeordneten Hildtraud Wieser und Walter Rauch, Dekan Herbert Spieler, Alt-Bürgermeister Harald Ludescher, AK-Vizepräsident Werner Gohm und viele andere.

Nachhaltige Wirkung
In einem kurzen Jahresrückblick zeigte Bgm. Gabriel anhand vieler Beispiele auf, dass die Gemeindepolitik das ganze Jahr über auf vielen Handlungsebenen gefordert ist und bei kleinen und großen Entscheidungen versucht, ihre Verantwortung für das Gemeinwesen wahrzunehmen. Dabei stehe – wenn beispielsweise viel Geld für den Hochwasserschutz investiert oder die Hauptschule relativ aufwändig, aber nach modernsten energietechnischen Möglichkeiten und bauökologischen Gesichtspunkten saniert werden – nicht der tagespolitische Erfolg im Vordergrund, sondern die nachhaltige Wirkung der Maßnahmen.

Die wichtigste Voraussetzung für das Funktionieren einer Gemeinde sei aber letztlich die Bereitschaft jedes Einzelnen, sich in dieser Gemeinschaft zu engagieren: Die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich in Vereinen, sozialen Institutionen oder in aller Stille in großer Nächstenliebe für die Mitmenschen engagieren, bilden das eigentliche Fundament jeder funktionierenden Gesellschaft, so Bgm. Gabriel.

Ganz in diesem Sinne referierte auch Festredner Günter Lampert. Der langjährige Vizebürgermeister von Feldkirch und Alt-Landtagsvizepräsident gilt mit seinem jahrzehntelangen vielschichtigen sozialen Engagement als Wegbereiter der modernen Vorarlberger Sozialpolitik.

Seine sehr positiven persönlichen Erinnerungen an die Pflichtschulzeit in Frastanz – wo er bei Lehrern wie Ewald Schmidle, Hubert Zerlauth und Bruno Wiederin mehr als nur das Einmaleins lernte oder von “Kiosk-Frau Haller” ab und zu ein Stollwerkle geschenkt bekam – verband er mit einem großen Kompliment für das dichte soziale Netz, das in dieser Gemeinde heute dank vorausschauender Politik, aber vor allem auch dank des vielfältigen ehrenamtlichen Engagements der FrastanzerInnen besteht.

“Eine gerechte Gesellschaft ermöglicht ausnahmslos allen Mitgliedern dieser Gesellschaft – auch wenn sie körperliche oder geistige Handicaps zu tragen haben – eine aktive Teilhabe an dieser Gesellschaft”, so Lampert. Menschenwürdiges Wohnen, bestmögliche Bildung und Einkommen durch Arbeit müssen jedem Menschen ermöglicht werden.

Ein starkes Plädoyer hielt Günter Lampert für die Familie. Es dürfe einerseits nicht sein, dass diejenigen, die sich für Kinder entscheiden, das größte Armutsrisiko eingehen, und andererseits diejenigen, die sich gegen Kinder entscheiden, einen immer größeren Anteil am Wohlstand der Gesellschaft haben, so Lampert.

Beim anschließenden Empfang mit Getränken und Brötchen war mit diesen Referaten für ausreichend Gesprächsstoff gesorgt.

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