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15.000 Argentinier protestieren

Nach dem Tod von zwei Demonstranten am Vorabend haben am Donnerstag Tausende Argentinier gegen das Vorgehen der Polizei demonstriert.

Rund 15.000 Menschen zogen friedlich durch die Innenstadt von Buenos Aires.

„Haut ab!“, riefen die Demonstranten und forderten die Regierung von Präsident Eduardo Duhalde zum Rücktritt auf. Rund 2000 Polizisten waren im Einsatz. Nach Angaben der Behörden waren zuvor 32 Menschen festgenommen worden, die mit einem Bus zum Kongress vordringen wollten. In dem Fahrzeug seien Steine und Molotowcocktails gefunden worden.

Am Mittwoch war die Polizei gewaltsam gegen eine Demonstration von Arbeitslosen vorgegangen. Zwei Menschen wurden getötet, 90 verletzt. Die Argentinier erleben derzeit die schwerste Wirtschaftskrise seit einhundert Jahren. Die Arbeitslosenquote liegt bei 25 Prozent, die Hälfte der 36 Millionen Argentinier lebt mittlerweile in Armut. Seit Monaten gehören Massendemonstrationen und Proteste zum Alltag in der argentinischen Hauptstadt.

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