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100 Jahre Frauenwahlrecht: „Sie meinen es politisch!“

Auf großes Besucherinteresse stieß die Eröffnung der neuen Ausstellung im Frauenmuseum.
Auf großes Besucherinteresse stieß die Eröffnung der neuen Ausstellung im Frauenmuseum. ©MO
Frauenmuseum Hittisau zeigt neue Ausstellung zu 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich.
Ausstellungseröffnung Frauenmuseum

Hittisau. „Behüte der Himmel! Sie meinen es politisch!“ schrieb Karl Kraus 1907 über die Frauenwahlrechtskämpferinnen. Er offenbart damit, welche Widerstände die Akteurinnen überwinden mussten. Die aktuelle Ausstellung im Frauenmuseum schafft Einblicke in die Kämpfe von Frauen um politische Mitbestimmung, von der Französischen Revolution bis in die jüngste Vergangenheit.

Gleichberechtigung

Vor 100 Jahren zogen Frauen erstmals in das österreichische Parlament, in Landtage und Gemeinderäte ein. Mit der Gründung der Republik 1918 ging auch die Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts ohne Unterschied des Geschlechts einher, ein Meilenstein in der Auseinandersetzung um Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Österreich. Doch die politische Partizipation von Frauen blieb umstritten: Das frisch eingeführte Wahlrecht schloss Prostituierte über das Kriterium der Sittlichkeit von der ersten Wahl 1919 aus. Um das bislang unbekannte Wahlverhalten von Frauen beobachten zu können, wurden zeitweise verschiedenfarbige Stimmkuverts für Männer und Frauen eingesetzt.

Geschichte räumlich erzählt

„Haben es Frauen heute wirklich geschafft? Wie geschlechterneutral und chancengleich ist unsere Welt?“, fragte Stefania Pitscheider Soraperra, Direktorin des Frauenmuseums Hittisau, in ihrer Begrüßungsrede. Ihr besonderer Dank galt Ausstellungsgestalter Peter Karlhuber sowie den Kulturvermittlerinnen des Frauenmuseums, die in dieses Projekt eingebunden waren. Zum Gesamtprojekt informierte Projektleiterin Maria Mesner. „Die Ausstellung ist ein Versuch, Geschichte räumlich zu erzählen“, betonte der Kurator der Ausstellung, Remigio Gazzari. In seinen Grußworten lud Bürgermeister Gerhard Beer Frauen ein, sich verstärkt kommunalpolitisch zu engagieren. Die Ausstellung wurde von Landtagsvizepräsidentin Sandra Schoch offiziell eröffnet.

Besucherresonanz

Unter den vielen Besuchern konnte Museumsleiterin Stefania Pitscheider Soraperra u.a. Landtagsvizepräsidentin Sandra Schoch und Bürgermeister Gerhard Beer, die Kulturvermittlerinnen Wilma Bilgeri, Hannah Eberle, Danielle Fend-Strahm, Gertrud Faißt, Katharina Felder, Bernadette Fritz, Lydia Hagspiel, Sabine Heinzle, Annelies Mätzler, Marion Maier, Marianna Nenning, Renate Nußbaumer, Helga Rädler, Petra Raid, Katharina Rohner, Elena Schertler, Andrea Schwarzmann, Ronja Svaneborg und Dagmar Steurer sowie vom Trägerverein Frauenmuseum Obfrau Margarethe Broger, Susanne Fink, Julia Schertler, Brigitte Nenning, Gotthard Bilgeri, Roswitha Fessler und Tanja Kopf begrüßen. Für die musikalische Eröffnung der Eröffnung sorgte das Vokalensemble des Musikgymnasiums Feldkirch unter der Leitung von Martin Lindenthal. Die Ausstellung wird bis 10. Mai 2020 im Frauenmuseum gezeigt. MO

 

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