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10 Jahre Konsumentenschutz für alle - In Zahlen, Daten, Fakten

Pressekonferenz der AK mit Präsident Hubert Hämmerle: 10 Jahre Konsumentenschutz für alle - 60 Jahre Konsumentenschutz in Vorarlberg.
Pressekonferenz der AK mit Präsident Hubert Hämmerle: 10 Jahre Konsumentenschutz für alle - 60 Jahre Konsumentenschutz in Vorarlberg. ©Screenshot Livestream
Seit 60 Jahren bietet die Arbeiterkammer in Vorarlberg ihren Mitgliedern Konsumentenschutz an, seit 2008 für alle Vorarlberger.


Der AK-Konsumentenschutz in Vorarlberg wird 60 Jahre alt und seit nunmehr genau zehn Jahren gilt dank der finanziellen Mithilfe des Landes „Konsumentenschutz für alle“ im Ländle. „Und die Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen“, freut sich AK-Präsident Hubert Hämmerle: „Zehn Jahre Konsumentenschutz für alle hat den Voralbergerinnen und Vorarlbergern über zehn Millionen Euro an finanziellem Erfolg gebracht.

Die 18 AK-Konsumentenberater/ innen wurden in dieser Zeit rund 250.000 Mal mit Fällen betraut.“ Und diese reichten von esoterischen Wellen über Gewinnspiele à la Friedrich Müller bis hin zur Handy-Horrorrechnung von Skilehrer Will, zum Wunderdrink „Vemma“ oder zur Internetabzocke „Option 888“.

Brennpunkt Maklergebühren

Daten & Fakten

  • 550.000 Fälle in 60 Jahren
  • 250.000 Fälle (seit 2009)
  • 10,2 Millionen Euro finanzieller Erfolg (seit 2009)
  • 25.000 Beratungen pro Jahr (ca. 28 Prozent für Nichtmitglieder)
  • 1.634 Gesetzesbegutachtungen (seit 2009)
  • 163 Musterverfahren (seit 2000)
  • 47 Verbandsklagen und Abmahnungen bei der Bundesarbeitskammer und dem VKI (seit 2004)

Pressekonferenz der AK Vorarlberg

Seit nunmehr 60 Jahren bietet die AK Vorarlberg umfassenden Konsumentenschutz und konnte bisher etwa 550.000 Fälle abwickeln. Waren es ganz zu Beginn in den 1950er und 1960er Jahren noch Lebensmittelpreiserhebungen, kam in den folgenden Jahren rasch der Themenkreis „Nepper, Schlepper und Bauernfänger“ dazu. Etwas später waren es dann Gewinnspiele, Werbeverkaufsfahrten und Abo-Keiler, welche die Konsumentenberater auf Trab hielten. Das Betätigungsfeld weitete sich immer mehr aus: Zu Produkttests wie den legendären SchüblingTests gesellten sich Pyramidenspiele und „Pseudo-Gesundheitsberater“, dubiose Finanzierungs- und Versicherungsangebote bis hin zu intransparenten Preisangaben bei Telefontarifen und beim Datenroaming.

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern, allen voran Wien, gibt es in Vorarlberg keine Außenstelle des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Die AK-Konsumentenschutzberatungen sind daher essenzielle Angebote für die Ländle-Konsumenten.

Beratungszahlen-AK

Diese Situation war Ende 2008 mit ein Grund, warum sich das Land Vorarlberg entschlossen hat, dieses AK-Angebot mit rund 180.000 Euro finanziell zu unterstützen. Die Konsumentenberatung in der AKZentrale in Feldkirch wurde aufgestockt und damit war es möglich, die Beratungen fortan allen Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern kostenlos anzubieten. „Egal ob Arbeitnehmer, Unternehmer, Bauern, Beamte, Grenzgänger – jeder der konsumentenrechtliche Geschäfte tätigt hat seit zehn Jahren die Möglichkeit, sich bei Problemen an die AK Vorarlberg zu wenden“, erklärt dazu AK-Präsident Hämmerle. Und die Serviceleistungen werden kontinuierlich im Sinne der Konsumenten ausgebaut: Neben aktiver, objektiver und kostenloser Beratung sowie Informationen in Form von Zeitungsartikeln, Broschüren, Live-Chats, Radio- und Fernsehbeiträgen, werden auch Qualitätstests und Preisvergleiche durchgeführt. Laut AK-Präsident Hämmerle will man zudem Hilfe zur Selbsthilfe leisten: „Wir vermitteln den Verbrauchern Wissen, appellieren aber auch an ihre Eigenverantwortung. Denn Konsumentenschutz bedeutet nicht nur Nachsorge, sondern auch Vorsorge.“

Spezialisten gefragt

Aber nicht nur die Nachfrage nach Betreuung in konsumentenrechtlichen Fragen wächst. „Heute, 60 Jahre nach der Gründung der Konsumentenberatung, sind die Anforderungen enorm angestiegen. „Wir benötigen mittlerweile eine ganze Reihe spezialisierter Juristen, um den Abzockern Paroli bieten zu können“, weiß der AK-Direktor. Zudem werfen die Liberalisierung der Märkte sowie moderne Informationstechnologien eine Vielzahl an neuen Problemfeldern auf. Als kompetente Anlaufstelle müssen die AK-Experten daher auch stets auf dem aktuellsten Stand in Bezug auf konsumentenrechtliche Fragen sein. Egal ob es um Mietrecht Autokauf, um Banken- oder Versicherungsrecht, um fahrende Handwerker oder illegalen Datenhandel geht.

Im Laufe der Zeit entwickeln sich verschiedene Beratungsthemen sehr unterschiedlich, wie die folgende Grafik zeigt. Im Bereich Geld/ Finanzdienstleistungen beispielsweise hinterließen die Finanzkrise sowie die Negativzinsen und Frankenkredite („Stopploss“ etc.) deutlich ihre Spuren in den Beratungszahlen. Der Bereich Versicherungen hat sich erhöht, dafür tendieren Werbefahrten inklusive Gewinnzusagen von fast 2.700 Fällen im Jahr 2009 im heurigen Jahr gegen Null. Auch die „Internetabzocke“ ging zurück, die Dauerbrenner hingegen sind „Wohnen“ mit zuletzt 6.696 Fällen bzw. „Telekommunikation“ mit 3.498.

 

(Red.)

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