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1.000 Polizisten beschützen den Papst

Rund 1.000 Polizisten werden beim Besuch des Papstes von 7. bis 9. September in Österreich dafür sorgen, dass der Benedikt XVI. nicht nur unter himmlischem Schutz steht.

Das gab Innenminister Platter im Gespräch mit der APA bekannt. Den unmittelbaren Personenschutz des Oberhauptes der Römisch-katholischen Kirche übernimmt die Spezialeinheit Cobra, die mit rund 150 Beamten im Einsatz seien wird.

Über die Details des Einsatzes der Polizei war am Mittwoch allerdings noch wenig bekannt. Diese sollen erst bei einer Sitzung am Anfang der kommenden Woche geklärt werden. Auch über Platzverbote und anderer Sicherheitsmaßnahmen wird dann entschieden.

Den unmittelbaren Personenschutz des Papstes übernimmt – neben dem persönlichen Leibwächter Elmar Mäder – erneut die Elitetruppe Cobra. Der Papst wird von den Beamten bei seiner Ankunft am Flughafen Wien-Schwechat in Empfang genommen, danach weichen die Mitglieder der Spezialtruppe nicht mehr von seiner Seite.

Der Einsatz ist kein Spaziergang: „Erst im Juni hat ein Mann versucht, in das Fahrzeug von Benedikt XVI. einzudringen“, sagte Sprecher Detlef Polay. Neben Beamte für den unmittelbaren Personenschutz während der Visite stellt die Cobra auch Präzisionsschützen und Mitarbeiter für Umfeldmaßnahmen zur Verfügung. „Als Priester wird sich aber keiner verkleiden“, betonte Polay.

In der Steiermark werden beim Papst-Besuch in Mariazell am 8. September auf steirischer Seite rund 80 Polizisten für die Kontrolle und Regelung des Verkehrs zuständig sein, wie der Kommandant der steirischen Landesverkehrsabteilung, Oberst Wolfgang Staudacher, mitteilte. Der Wallfahrtsort selbst ist am Tag des Papst-Besuches eine verkehrsfreie Zone, lediglich Einsatzfahrzeuge und VIP-Fahrzeuge – wie etwa jene der Bundesregierung sind zu Fahrten berechtigt. Die sternförmig auf den Gnadenort zuführenden Bundes- und Landesstraßen werden zum Teil als Abstellflächen für die über 800 Busse der rund 30.000 erwarteten Pilger genützt.

Die Mariazeller Bevölkerung werde am Tag des Besuchs des Heiligen Vaters gebeten, auf private Fahrten möglichst zu verzichten, wenn auch Anrainer grundsätzlich zufahren dürfen. Entlang der Routen des Konvois werden keine Autos stehen, die Bürger können ihre Wagen in Parkhäusern unterbringen, sagte Staudacher. Der Polizeioffizier meinte, für Durchreisende sei es ratsam, den Raum Mariazell zu meiden und im Osten die Südautobahn (A2) zu benützen.

Die vier Zufahrtsstraßen werden laut Staudacher im großen Umkreis abgesperrt, jeweils eine Fahrspur werde dann in einigen Bereichen als Parkplatz für die mehr als 800 zu erwartenden Busse der Pilger dienen. Die Erlauftalstraße über den Zeller Rain werde von Rasing bis Grünau aus Richtung Westen abgeriegelt, ebenso wie die Mariazeller Straße (B20) aus dem Süden ab Gußwerk und von Norden aus Richtung Niederösterreich ab Mitterbach sowie die Halltal Straße (B21) in Richtung Osten bis Terz. Nahe des Ortes werden die Busparkplätze auf den Straßen eingerichtet, die Pilger müssen dann die letzten Meter zum Festplatz bei der Basilika zu Fuß zurücklegen.

Die Lahnsattelstraße (B23) werde dem Einsatzkonzept zu Folge als Notroute für den Papst dienen, wenn kein Anflug mit Hubschrauber – etwa aus Wettergründen – möglich sei. Diese führt von der obersteirischen Bezirkshauptstadt Mürzzuschlag über Mürzsteg, den Lahnsattel, Terz und in Folge weiter über die B21 – die Halltal Straße – in den Gnadenort.

Die Einsatzleitung der Polizei im Bereich Verkehr untersteht dem stellvertretenden Chef der steirischen Landesverkehrsabteilung, Oberstleutnant Manfred Prasch. Ihm zur Seite stehen Kollegen aus Niederösterreich und der Steiermark: „Es ist ein bundesländerübergreifender Einsatz“.

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