Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

„Pärchen, die Abenteuer suchen“

Erotische Stunden im Seitensprungzimmer – das gibt es auch im Ländle.
Erotische Stunden im Seitensprungzimmer – das gibt es auch im Ländle. ©BilderBox
Schwarzach - Das Seitensprungzimmer – ein Treffpunkt für Liebende, die ungestört und unerkannt bleiben wollen. Während das jenseits Vorarlberger Grenzen ganz normal ist, gibt es im Ländle nur wenige. W&W sprach mit Gerold (39, Name geändert), der solche Zimmer vermietet.

WANN & WO: Wie kam es zu dieser Geschäftsidee?

Gerold: Ich hatte zuvor „normale“ Zim mer für Touristen vermietet, das wurde allerdings nur mäßig genutzt. Ich wollte es schon aufgeben, als ich durch Zufall im Internet auf dieses Angebot über der Grenze stieß, das mich inspirierte, es zu versuchen. Aber offen sagen darf man das im „katholischen Vorarlberg“ nicht.

WANN & WO: Wer nützt solch ein Seitensprungzimmer?

Gerold: Nun, das ist ganz verschieden. Meist sind es Pärchen, die auf ein Abenteuer aus sind. Jüngere Erwachsene, die noch keine eigene Wohnung haben. Gut möglich, dass manche von den Gästen in festen Beziehungen sind und so eine Affäre ausleben. Manchmal kommen Gäste auch zu dritt. Es gibt durchaus auch Stammkunden, die öfter buchen.

WANN & WO: Nützen Prostituierte deine Zimmer als Arbeitsplatz?

Gerold: Soweit ich weiß, nicht. Aber das lässt sich im Einzelfall schwer herausfinden bzw. verhindern. Man kann es den Leuten nicht ansehen, ob einer Geld nimmt. Aber das ist auf jeden Fall kein Bordell, wie manche vielleicht meinen. Einfach eine Art Kuschelhotel, nur sehr diskret.

WANN & WO: Wie wird gebucht? Gerold: Das kann stundenweise sein, für eine Nacht oder auch für längere Zeiträume. Wichtig ist, dass man diskret ist und dass sich die Menschen sicher fühlen. Natürlich muss auch das Ambiente der Zimmer stimmen.

WANN & WO: Wieso sollte ich nicht einfach ein normales Zimmer im Hotel dafür buchen?

Gerold: Bei mir trifft man nicht zufällig auf Bekannte, denen man sich bzw. die Begleitung erklären müsste. Oder stell dir vor, du mietest zu dritt ein Zimmer mit Doppelbett in einem Hotel – da könnte es schon sein, dass das Personal dort etwas komisch schaut. Dem will sich niemand aussetzen. Gleich über der Grenze gibt es einige Seitensprungzimmer. In einem Swingerclub in Rüthi werden diese sogar mit verschiedenen Themen wie Spiegelzimmer, Darkroom, etc. angeboten.

WANN & WO: Und wie sehen Ihre Zimmer aus? Gerold: Stilvoll eingerichtet, aber nicht zu pompös oder zu groß. Ich habe von einem Zimmer im Oberland gehört, das mehr eine komplette Wohnung war. Ich denke nicht, dass sich das rentiert, wenn man nicht zu teuer werden soll. Ich finde schlichte Zimmer auch besser. Zur Grundausstattung gehören übrigens Kondome dazu.

(W&W/ Mathias Bertsch)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • „Pärchen, die Abenteuer suchen“
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen