19. Juni 2012 12:56; Akt.: 19.06.2012 12:56

Zwischenfälle in Österreichs Spitälern

In Österreich gibt es immer wieder Fälle von schweren Folgen nach Operationen von Kindern.

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Nachfolgend ein Überblick über einige der meistbeachteten Fälle der vergangenen Jahre:

Juni 2012 – Ein vierjähriges Mädchen stirbt nach einer Zahn-Operation im LKH-Univ. Klinikum Graz. Das Kind ist nach der OP in der Kinderchirurgie aus der Narkose nicht mehr aufgewacht. Es befindet sich einige Tage im Koma, bevor es stirbt.

Oktober 2011 – Nach einem Routineeingriff stirbt ein dreijähriges Mädchen in der Innsbrucker Klinik. Das Kind ist bereits seit mehreren Tagen auf der Pädiatrischen Intensivstation in Behandlung, dann kommt es zu einer dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Das Mädchen wird zunächst ins Bezirkskrankenhaus Schwaz eingeliefert, weil es angeblich Klebstoff verschluckt hat. Von dort wird das Kind an die Innsbrucker Klinik überwiesen. Im Zuge einer Magenspiegelung kommt es zu einem Narkosezwischenfall, bei dem das Narkosemittel Propofol mit im Spiel gewesen ist. Nach dem Vorfall wird an der Innsbrucker Kinderklinik Propofol verboten.

Mai 2011 – Einem 15-jährigen Vorarlberger muss offenbar infolge eines medizinischen Behandlungsfehlers der linke Unterschenkel amputiert werden. Nach einer Knieoperation am LKH Bludenz war es zu massiven Durchblutungsstörungen gekommen, die zu spät entdeckt wurden. Laut Gesundheitslandesrat Markus Wallner (V) gibt es “starke Indizien” für einen Ärztefehler. Der betroffene Mediziner habe Selbstanzeige erstattet.

Juni 2010 – Der Fall eines dreijährigen Buben wird bekannt, der nach Einläufen an einem Gehirnödem gestorben ist. Das unter chronischer Niereninsuffizienz leidende Kind war im April 2010 nach einer fast überstandenen Scharlacherkrankung wegen Verstopfung behandelt worden. In einem von der Tilak in Auftrag gegebenen Gutachten sprechen die Experten davon, “dass der Tod des Patienten in direktem Zusammenhang mit der Behandlung” stehe und “diesbezüglich eine Verletzung der Sorgfaltspflicht” vorliege.

Jänner 2008 – Nach einer Leistenbruchoperation an der sechs Wochen alten Nadina am Landeskrankenhaus Innsbruck ist das Kind schwerst behindert. Bei der Behandlung kommt es zu Komplikationen, die mit einem massiven Gehirnschaden des Kindes enden. Das Mädchen leidet seitdem unter anderem an tiefgreifenden Entwicklungs- und komplexen Wahrnehmungsstörungen, einer zerebralen Sehstörung und einer schweren Epilepsie mit therapieresistenten Krampfanfällen.

November 2006 – Ein Tiroler Bub stirbt nach einer Mandeloperation. Nach dem Routineeingriff an der Innsbrucker Universitätsklinik verblutet der Vierjährige zu Hause. Die Operation und der anschließende postoperative stationäre Aufenthalt des Kindes an der Klinik verläuft zunächst vollkommen unauffällig, der Bub wird nach den üblichen drei Tagen stationären Aufenthaltes entlassen. Nachblutungen sind laut Experten nach Mandeloperationen möglich.

(APA)



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