Wolford nimmt sich zwei Jahre zur Sanierung vor

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Wolford nimmt sich zwei Jahre zur Sanierung vor.
Wolford nimmt sich zwei Jahre zur Sanierung vor. - © Wolford
Der massiv in den roten Zahlen agierende österreichische Strumpfhersteller Wolford hat sich zwei Jahre für die Sanierung vorgenommen.

Vollständig greifen sollen die Restrukturierungsmaßnahmen erst ab dem Geschäftsjahr 2018/19, schreibt das börsennotierte Unternehmen in der am Donnerstag vorgelegten Bilanz. Im laufenden Geschäftsjahr 2017/18 wird es weiter operative Verluste setzen.

Die Suche nach neuen Mehrheitsaktionären, die frisches Geld bringen sollen, ist aufgenommen worden. Das soll bis Ende Juni 2018 unter Dach und Fach sein.

“Umfangreiche Sicherheitsbestellungen”

Die Banken haben ihre Kredite heuer im Sommer verlängert. Außerdem gab es eine kurzfristige Liquiditätsspritze. Im Rahmen des Abschlusses der Finanzierungsvereinbarung erfolgten “umfangreiche Sicherheitenbestellungen (Globalzession sämtlicher Forderungen, Verpfändung von Maschinen und sämtlichen Liegenschaften sowie von “Intellectual Property”), wie es im Jahresbericht heute heißt. Im Abschluss weist das Unternehmen, aber auch der Wirtschaftsprüfer, auf Restrisiken für die Unternehmensfortführung hin.

Bilanzvorlage verschoben

Wolford hatte seine Bilanzvorlage um mehrere Wochen verschoben, wesentliche Eckdaten aus dem Abschluss 2016/17 aber schon vorab bekanntgegeben. Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2016/17 war deutlich negativ. Im EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) gab es einen Verlust von 3,39 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 8,38 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Vorjahreswert (ursprünglich wurden 11,01 Mio. Euro kommuniziert) wurde rückwirkend angepasst.

Verlust von 17,88 Millionen Euro

Vor dem Hintergrund hoher Sonderabschreibungen und weiterer Sondereffekte gab es einen EBIT-Verlust von 15,72 Mio. Euro, nach -2,92 Mio. Euro im Jahr davor (angepasst). Nach Steuern lag der Verlust bei 17,88 Mio. Euro (Vorjahr: -10,66 Mio. Euro).

Wolford baut Mitarbeiter ab

Die Zahl der Mitarbeiter sinkt: Im Zuge der “ersten Maßnahmen zur Straffung der administrativen Strukturen in Bregenz” sank die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf Vollzeitbasis um 27 auf 1.544 Mitarbeiter. Am Vormittag informiert das Management in der Jahrespressekonferenz über die aktuellen Entwicklungen.

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