Weißer Ring: “Behördendschungel für das Opfer meist undurchschaubar”

Von Matthias Rauch (VOL.AT)
31Kommentare
Dornbirn. Seit 1999 unterstützt die Opferhilfeorganisation Weißer Ring in Vorarlberg Opfer von Gewaltverbrechen. Wir sprachen mit dem neuen Landesleiter, dem Rechtsanwalt Stefan Denifl, über ihr Angebot und die Herausforderungen der Opferbegleitung.

Bis zu 20.000 Menschen zeigen jährlich in Vorarlberg ein Verbrechen an, 4.500 davon sind Delikte gegen Leib und Leben. Beim Weißen Ring schätzt man die Dunkelziffer weit höher ein. Hinzu kommen jährlich 300 Sittlichkeitsverbrechen, 50 Raubdelikte und 200 Einbrüche. Den Opfern dieser Verbrechen hilft der Weisse Ring mit Beratung, Prozessbegleitung, psychologischer Hilfe und finanzieller Unterstützung.

Anfang 2016 übernahm Stefan Denifl die Landesleitung des ehrenamtlichen Vereins, der sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert. Er ist seit 2003 Teil des Vereins und hat sich auf die juristische Betreuung von Opfern spezialisiert. Oft fühlen sich die Opfer allein gelassen, hinzu kommt dass die meisten Täter den Schadenersatz tatsächlich nicht zahlen können. Wir sprachen mit ihm über die Herausforderungen der meist langwierigen Verfahren, und welche Unterstützung der Weiße Ring bietet.

Factbox: Weißer Ring

Hilfe für Opfer jeder Form von Gewalt:

Juristische Prozessbegleitung

Psychologische Beratung

Punktuelle finanzielle Unterstützung

Kostenloser 24-Stunden-Opfer-Notruf: 0800 112 112

www.weisser-ring.at

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


31Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Bitte Javascript aktivieren!