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Wegen Volleyballspiels inhaftierte Iranerin erneut im Hungerstreik

Die 25-Jährige hatte in Teheran ein Volleyballspiel der Männer anschauen wollen
Die 25-Jährige hatte in Teheran ein Volleyballspiel der Männer anschauen wollen ©AP
Eine wegen eines Volleyballspiels inhaftierte junge Iranerin ist nach Angaben ihrer Familie erneut in einen Hungerstreik getreten. Seine Schwester Ghoncheh Ghavami verweigere seit Samstag jede Nahrung und trinke auch nichts mehr, sagte ihr Bruder Iman Ghavami am Montag.

Die 25-Jährige protestiert demnach mit der Aktion gegen ihre Inhaftierung ohne jede offizielle Begründung.

“Keine rechtliche Basis”

Die Ermittlungen seien abgeschlossen und eine Entscheidung sei gefallen, sagte Iman. Das Urteil sei aber nicht öffentlich gemacht worden, daher hätten die Behörden “keine rechtliche Basis, um sie zu inhaftieren”. Ghavami, die neben der iranischen auch die britische Staatsbürgerschaft hat, war im Juni in Teheran festgenommen worden, als sie sich ein Volleyballspiel der iranischen Nationalmannschaft gegen Italien anschauen wollte.

Hungerstreik im September

Am Wochenende war bekannt geworden, dass die junge Frau ohne Angabe von Gründen zu einem Jahr Haft verurteilt wurde. Zuvor hatte sie bereits 126 Tage im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran verbracht, davon laut ihrer Familie 41 Tage in Einzelhaft. Im September hielt sie deshalb schon einmal einen Hungerstreik ab. Der Fall der jungen Frau hatte Menschenrechtsaktivisten zutiefst empört und sogar den britischen Premierminister David Cameron auf den Plan gerufen. (APA)

 

Ghoncheh’s Bruder auf Channel 4

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