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Ungewöhnliche Wahlgänge in den USA

Barack Obama wurde 2008 der erste Präsident der USA mit afroamerikanischen Wurzeln. Barack Obama wurde 2008 der erste Präsident der USA mit afroamerikanischen Wurzeln. - © EPA
In der Geschichte der US-Präsidentenwahlen gab es immer wieder Bemerkenswertes und Ungewöhnliches.

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HÄNGEPARTIE: Erst 35 Tage nach der Wahl stand mit einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs am 12. Dezember 2000 fest, dass der Republikaner George W. Bush und nicht der Demokrat Al Gore Präsident werden konnte. Mit dem Urteil fielen entscheidende Wahlmännerstimmen Floridas an Bush. Gouverneur von Florida war damals der Bruder von George W. Bush, Jeb Bush.

VATER UND SOHN: George H.W. Bush, Präsident der Jahre 1989 bis 1993, war der Vater von George W. Bush, Staatsoberhaupt von 2001 bis 2009 (beide Republikaner). Davor hatte es 1825 John Quincy Adams geschafft, seinem Vater John Adams (Präsident 1797-1801) ins Weiße Haus nachzufolgen.

ALTER: Der bei Amtsantritt 1981 älteste Präsident überhaupt war Ronald Reagan mit 69 Jahren. Zu den Senioren der Nachkriegszeit zählt auch George H.W. Bush mit 64. John F. Kennedy wurde mit 43 Jahren der jüngste Präsident in der US-Geschichte. Unter 50 waren in der Nachkriegszeit auch Bill Clinton (46) und Barack Obama (47).

ZUNÄCHST VIZE: Gerald Ford (Republikaner) war der einzige Präsident, der nie ein Wählervotum erhielt. Er rückte 1973 nach dem Rücktritt Richard Nixons vom Vizepräsidenten zum Präsidenten auf. 1976 scheiterte sein Versuch, das Amt zu behalten. Harry S. Truman und Lyndon B. Johnson begannen ihre Präsidentschaft zunächst zwar ebenfalls als "Ersatzmänner", stellten sich bei nächster Gelegenheit jedoch erfolgreich den Wählern.

GESCHEITERTE WIEDERWAHL: In der Nachkriegszeit scheiterten nur zwei Präsidenten bei ihrer Kandidatur für eine weitere Amtszeit: Der Demokrat Jimmy Carter unterlag 1980 dem republikanischen Herausforderer Ronald Reagan. Reagans Nachfolger George H.W. Bush musste bei der Wahl 1992 dem Demokraten Bill Clinton weichen.

GEWONNENE WIEDERWAHL: Von den per Wahl ins Amt gekommenen Nachkriegspräsidenten ist fünf die Wiederwahl gelungen: Dwight D. Eisenhower 1956, Richard Nixon 1972, Ronald Reagan 1984, Bill Clinton 1996 und George W. Bush 2004. Bis auf den Demokraten Clinton waren alle Republikaner. Der als Vizepräsident des ermordeten John F. Kennedy zum Präsidenten aufgerückte Demokrat Lyndon B. Johnson wurde bei seiner ersten eigenen Kandidatur 1964 bestätigt.

ERSTER SCHWARZER: Der Demokrat Barack Obama wurde 2008 der erste Präsident der USA mit afroamerikanischen Wurzeln. Er verdankte seinen Erfolg besonders den Schwarzen, den Frauen und lateinamerikanischen Zuwanderern (Hispanics). Für die schwarze Bevölkerung war sein Sieg ein Meilenstein in ihrem Kampf um Gleichberechtigung.

(APA)

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