Assad-Schwager und Minister bei Anschlag in Damaskus getötet

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Verteidigungsminister (Bildmitte) bei Attentat getötet: In Syrien überschlagen sich die Ereignisse. Verteidigungsminister (Bildmitte) bei Attentat getötet: In Syrien überschlagen sich die Ereignisse. - © EPA
Bei einem Bombenanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach offiziellen Angaben Verteidigungsminister Daoud Rajha und ein Schwager von Präsident Bashar al-Assad getötet worden.

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Der Sprengsatz sei bei einem Treffen von Ministern und Vertretern der Sicherheitskräfte explodiert, berichtete der amtliche Fernsehsender am Mittwoch. Die Tat gehe auf "Terroristen" zurück. Rebellen und Sicherheitskräfte liefern sich seit Tagen Kämpfe in der syrischen Hauptstadt.Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, erlag Assads Schwager Assef Shawkat in einem Krankenhaus in Damaskus seinen Verletzungen. Das amtliche Fernsehen bestätigte den Tod des hochrangigen Militärs. Unklar war zunächst der Zustand von Innenminister Mohammed Ibrahim al-Shaar. Mehrere arabische Sender berichteten vom Tod des Politikers. Dem Staatsfernsehen zufolge war sein Gesundheitszustand stabil. Der libanesische Fernsehsender Al-Manar hatte berichtet, der Politiker sei bei dem Anschlag verletzt worden.

Der Anschlag richtete sich gegen ein Treffen von Kabinettsmitgliedern und ranghohen Vertretern der Sicherheitsdienste im Gebäude der Nationalen Sicherheit. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen erfuhr, zündete der Attentäter im Versammlungssaal einen Sprengstoffgürtel.

Zu dem Anschlag bekannten sich zwei Gruppen: Die islamistische Rebellen-Organistation Liwa al-Islam erklärte auf ihrer Facebook-Seite, man habe das Krisenkontrollzentrum in Damaskus angegriffen. Die Erklärung wurde von einem Sprecher der Gruppen bestätigt. Die Freie Syrische Armee, in der Rebellen lose zusammengeschlossen sind, bekannte sich über einen Sprecher ebenfalls zu dem Anschlag. "Das ist der Vulkan, von dem wir gesprochen haben. Wir haben gerade erst begonnen", sagte der Vertreter.

Das Attentat ereignete sich wenige Stunden vor einer mit Spannung erwarteten Abstimmung des UNO-Sicherheitsrats über eine Resolution zu Syrien. Es wird damit gerechnet, dass Russland dagegen ein Veto einlegt. Außenminister Sergej Lawrow bekräftigte am Mittwoch noch einmal die Ablehung des vom Westen eingebrachten Resolutionsentwurfs.

(APA)

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