Akt.:

Schienengüterverkehr wird weiter reduziert

Rail-Cargo-Austria reduziert das Angebot im Schienengüterverkehr. Rail-Cargo-Austria reduziert das Angebot im Schienengüterverkehr. - © APA
von Maximilian Bösch / VOL.AT - Schwarzach – Die Wirtschaftskammer Vorarlberg beklagt sich in einer Presseaussendung über eine bevorstehende Reduktion des Schienengüterverkehrs seitens der ÖBB-Tochter Rail-Cargo-Austria. Der Präsident der Vorarlberger Wirtschaftskammer, Manfred Rein, nennt die Vorgehensweise eine „mutwillige Zerstörung eines funktionierenden Systems“.

 (7 Kommentare)

Korrektur melden

Die Vorarlberger Transportwirtschaft sei von der Angebotsreduktion massiv betroffen, was für Unmut in den Transportunternehmen sorgen würde. Die Rail-Cargo-Austria rechtfertige die Reduktion ihres Angebots damit, dass der Container-Verkehr in seiner derzeitigen Form ökonomisch nicht aufrechterhalten werden kann. Die Kürzung des Angebots betreffe die Strecke nach Villach und Graz, die ab 9. Dezember nicht mehr über das „Nationale Intermodale Netzwerk Austria (NINA)“ erreichbar sein werden. NINA ist im Vergleich zum Basisnetz allerdings um 60 Prozent günstiger und um ein bis zwei Tage schneller. Durch die Reduzierung des Angebots kommen nun auf die Transportunternehmer auf den gekürzten Strecken höhere Kosten zu. „Damit ist der Schienengüterverkehr zur Straße nicht mehr konkurrenzfähig“, ist Rein der Ansicht. Die Verlagerung von der Straße auf die Schiene werde somit zunichte gemacht, sagt Rein. Der Wirtschaftskammer-Präsident sieht dadurch auch das Projekt Energiezukunft Vorarlberg gefährdet, weshalb die Politik gefordert sei. Er empfiehlt den ÖBB, an der eigenen Produktivität zu arbeiten, anstatt Angebote aus Kostengründen zu reduzieren.

Johannes Rauch nimmt Stellung

Der Klubobmann der Vorarlberger Grünen, Johannes Rauch, sagt, er sei „ausnahmsweise zu 100 Prozent der Meinung der Wirtschaftskammer Vorarlberg.“ Es könne nicht sein, dass die Rail-Cargo-Austria bei Auslandsgeschäften in Ungarn und Italien Millionen verspekuliere und dann versuche, sich in Österreich durch Angebotskürzungen zu sanieren. „Diese Situation ist an Absurdität kaum zu überbieten. Hier muss man auf die Barrikaden gehen“, sagt Rauch. Die Angebotskürzungen seitens der Rail-Cargo-Austria könnten in keinerlei Hinsicht hingenommen werden, kämen einer Sabotage des Schienengüterverkehrs von Vorarlberg in den Osten gleich und sind in ökologischer Hinsicht kontraproduktiv.

Spartenobmann Berkmann

„Die Rail-Cargo hat es nun endgültig geschafft, die äußerst erfolgreiche ÖKOMBI und beste europäische Kombigesellschaft im nationalen UKV innert 5 Jahren zu vernichten“, ist der Spartenobmann Verkehr und Transportwirtschaft, Gerhard Berkmann, der Ansicht. Er kritisiert, dass diese Vorgehensweise der ÖBB nichts mit Kontinuität, Planbarkeit, Verlässlichkeit und Stabilität zu tun habe.

(VOL.AT/Maximilian Bösch)

Werbung


Kommentare 7

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

HTML-Version von diesem Artikel
Verkehr in Vorarlberg

Mehr auf vol.at
“Duo Infernale” auf Vandalentour
Feldkirch - Der eine war "süße" fünfzehn Jahre alt, als sein Alkoholspiegel eines Tages den bitteren Gehalt von 1,4 [...] mehr »
Schlechtes Wetter bringt den Reisebüros zahlreiche Last-Minute-Buchungen
Götzis - Die Regenfälle in den letzten Tagen lassen in den Vorarlberger Reisebüros die Kassen klingen. [...] mehr »
VOL.AT-Gartentipp: Die perfekte Zeit einen japanischen Ahorn zu pflanzen
Rankweil - Jeden Samstag präsentiert Vorarlbergs Gartenprofi Herbert Geringer den VOL.AT-Gartentipp. Diesen Samstag im [...] mehr »
Erhöhte Abschusszahlen zur TBC-Bekämpfung
Bludenz  – Aufgrund der TBC-Situation in den Hegegemeinschaften Klostertal und Silbertal wurden für das laufende [...] mehr »
Die Männerpartei geht mit Forderung nach Solidarität in den Wahlkampf
Hohenems - Am Freitagvormittag präsentierte die Männerpartei ihre Kandidaten für die Landtagswahl in Vorarlberg. Das [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Bitte Javascript aktivieren!