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SC Bregenz erstmals Favorit im Klassiker – Analyse

SC Bregenz geht gegen FC Dornbirn erstmals als Favorit in den Klassiker. SC Bregenz geht gegen FC Dornbirn erstmals als Favorit in den Klassiker. - © VOL.AT/Luggi Knobel
von Thomas Knobel - Dornbirn. Die Bodenseestädter wollen ihre Erfolgsserie im Städteduell prolongieren und nach vierjähriger Pause gegen FC Dornbirn wieder gewinnen.

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Das Stadtderby zwischen Dornbirn und Bregenz hat Tradition und garantiert für Hochspannung und viele Emotionen. Damit werden auf der Birkenwiese wieder Erinnerungen an große Duelle vergangener Jahrzehnte und Zeiten wach.

Die Statistik der letzten acht Duelle spricht mit vier Siegen für Dornbirn. Die Bodenseestädter warten schon über vier Jahre auf einen Erfolg gegen die Rothosen. Doch Bregenz an derzeitiger vierter Tabellenposition hat den Messestädtern den Ruf als beste Ländle-Amateurmannschaft in den letzten Wochen abgezweigt. Seit dem Saisonstart hat Dornbirn massive Personalsorgen durch viele Langzeitausfälle und daher geht SC Bregenz erstmals in der Vereinsgeschichte als erklärter Favorit ins brisante Prestigeduell. Die Elf um Trainer Mladen Posavec hat aus den letzten sieben Meisterschaftsspielen imposante 19 (!) Punkte geholt und ein Torverhältnis von 25:6-Toren aufzuweisen. Mit einem weiteren „Dreier“ auf der Birkenwiese wäre für Bregenz sogar erstmals in dieser Saison ein Podestplatz drin. Beide Trainer Peter Sallmayer bzw. Mladen Posavec sehen der Partie mit viel Spannung entgegen. Wobei auch FCD-Coach Peter Sallmayer die Favoritenrolle klar den Bregenzern zuschiebt. „Wir haben großen Respekt von der Erfolgsserie und liegen sechs Zähler vor uns auf dem vierten Tabellenplatz“, so der 51-Jährige. Laut Sallmayer will man aber die Euphorie der Bregenzer wettmachen und die Serie beenden. Trotz den großen Personalsorgen rechnet er sich auch Chancen aus, die Bregenzer zu schlagen: „Zu Hause haben wir konstant gute Leistungen erbracht, aber müssen vor allem in puncto Kampf- und Laufbereitschaft über die Leistungsgrenze gehen. Aber Basketball ohne Ballberührung und Körpereinsatz geht auf keinen Fall.“ Immerhin haben Hirschbühl und Co. schon vier Mal daheim gewonnen. Allerdings fehlt Dornbirn mit den Langzeitverletzten Dominik Lampert, Kevin Dold, Maximilian Freitag und den beiden Ex-Bregenzern Patrick Pircher und Serkan Altuntas ein starkes Quintett. Die größte FCD-Sorge ist derzeit überhaupt elf gesunde Spieler auf das Hauptspielfeld zu bringen.

Auf der Gegenseite kommt Bregenz-Coach Mladen Posavec und seine Truppe mit breiter Brust in die Messestadt. „Wir wollen weiter ungeschlagen bleiben und an die Topleistungen der letzten Wochen anschließen. Das Zeug, auch bei den Rothosen zu bestehen hat meine Mannschaft sowieso“, so der 41-jährige Kroate.

Zusätzlich Zündstoff für den Städte-Vergleich bringen die beiden Bregenz-Spieler Lukas Neunteufel und Franco Joppi sowie die Dornbirner Dejan Stanojevic und Semih Yasar. Die beiden Erstgenannten im SCB-Kader haben schon jahrelang, besonders Franco Joppi, beim FC Dornbirn die Schuhe geschnürt. Regisseur Stanojevic kickte eine halbe Saison in der Landeshauptstadt, ehe er den Klub wieder verlassen hat. Bregenz hat in den beiden letzten Städte-Duellen kein Tor geschossen. 

Beide Teams Dornbirn und Bregenz werden ihre Startaufstellung gegenüber dem letzten Spiel umkrempeln.

VOL.AT nahm die beiden Formationen vor dem Stadtderby unter die Lupe.

TORHÜTER: Während FCD-Goalie Dominik Lampert verletzungsbedingt den gesamten Herbstdurchgang passen muss, steht nun sein Teamkollege Joshua Ndybisi zwischen den Pfosten. Bregenz-Tormann Cetin Batir quält sich seit Wochen mit Schmerzen im Schulterbereich und wird vor jedem Match fitgespritzt. Ein Duell auf Augenhöhe, beide Torhüter etwa gleichstark.

ABWEHR: Vorteil Bregenz: Die neuformierte Viererabwehrkette mit Kapitän Serkan Yildiz, den beiden Innenverteidigern Robert Golemac und Lukas Neunteufel sowie Pascal Breitenberger haben sich nach anfänglichen Abstimmungsproblemen erfangen und hinterlassen einen stabilen Eindruck. Dornbirns Abwehrformation wird durch Verletzungen von Stammspielern öfters durcheinandergewirbelt und es fehlt die Stabilität. Patrick Schäfer, Youngster Andreas Malin, Exprofi Dominik Heidegger und Marco Düngler sind nicht sattelfest und die Konstanz ist nicht vorhanden. Abwehrchef Patrick Pircher fehlt an allen Ecken und Enden, könnte aber doch eventuell spielen. Eine Entscheidung fällt kurz vor dem Spielbeginn.     

MITTELFELD: Wieder liegt der Vorteil bei Bregenz: Das Toptrio Franco Joppi, Lokman Topduman und der in Hochform spielende Regisseur Sidinei de Oliveira macht zuletzt in vielen Spielen den Unterschied aus. Die drei Kicker haben 19 (!) von den bislang 29 Bregenz-Treffern geschossen. Auch die beiden Defensivkicker Timm Lingg und „Aufsteiger“ Dennis Alibabic bringen viel Klasse und Qualität mit. Dornbirn kann seinen Langzeitausfall Kevin Dold seit Monaten in keinster Weise ersetzen. Alleinunterhalter Dejan Stanojevic und Kapitän Johannes „Hirschi“ Hirschbühl sind in etlichen Partien zuwenig, von der letztjährigen Mittelfeldachse ist fast nichts mehr geblieben. Jungehemann Manuel Honeck hat noch Trainingsrückstand und findet erst schön langsam zur alten Form zurück. Semih Yasar sollte Abgang Gültekin Sönmez ersetzen, aber bislang erfüllte er die Erwartungen nicht zu hundert Prozent. Esref Demircan und Sercan Altuntas sind meistens nur Jolly-Joker.

ANGRIFF: Dornbirn-Torjäger Direnc Borihan war im Vorjahr elfmal erfolgreich. Heuer hat „Diri“ erst vier Tore erzielt und kommt nicht so richtig in Schwung. Nach dem Abgang von Reinaldo Ribeiro hat Borihan einen schweren Stand und oft auf sich alleine gestellt. Bregenz muss auf seinen Publikumsliebling und Vollstrecker Vinicius Gomes Maciel verzichten – Rückkehr etwa in drei Wochen – Alternativen für das Stadtderby sind die beiden Neuzugänge Martin Bartolini oder der Brasilianer Lucas Alves. Höchstwahrscheinlich erhält der Letztere diesmal von Beginn an die Chance sich in der Offensive zu präsentieren und bestätigen.

Die bisherigen acht Duelle FC Mohren Dornbirn und Rivella SC Bregenz

5. November 2011: FC Mohren Dornbirn – Rivella SC Bregenz 0:0

29. Juli 2011: Rivella SC Bregenz – FC Mohren Dornbirn 0:3

3. Mai 2011: Rivella SC Bregenz – FC Mohren Dornbirn 1:1

31. August 2010: FC Mohren Dornbirn – Rivella SC Bregenz 2:0

2. Mai 2009: FC Mohren Dornbirn – Rivella SC Bregenz 3:1

13. September 2008: Rivella SC Bregenz – FC Mohren Dornbirn 2:1

19. April 2008: Rivella SC Bregenz – FC Mohren Dornbirn 2:2

31. August 2007: FC Mohren Dornbirn – Rivella SC Bregenz 2:0

INFO: Das Stadtderby FC Mohren Dornbirn und Rivella SC Bregenz wird von Ländle TV in Zusammenarbeit mit VOL.AT im Livestream und Liveticker übertragen.

FUSSBALL: Regionalliga West

Liga-Liveticker VOL.AT

12. Spieltag

FC Mohren Dornbirn – Rivella SC Bregenz Samstag

Stadion Birkenwiese, 16 Uhr, SR Bode (V)

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