12. Juli 2011 05:26; Akt.: 12.07.2011 05:26

Rüge für Webber von Red Bull

Fernando Alonso belebte mit seinem Sieg in Silverstone den Mythos Ferrari wieder. Fernando Alonso belebte mit seinem Sieg in Silverstone den Mythos Ferrari wieder. - © AP
Red Bull will nach dem Ärger um eine missachtete Teamanweisung von Mark Webber im Grand Prix von Großbritannien in Silverstone nicht zur Tagesordnung übergehen.

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„Das ist etwas, das wir beide unter vier Augen besprechen werden“, erklärte Teamchef Christian Horner. Webber hatte sich in der finalen Phase mehreren Funksprüchen des Teams widersetzt, seinen Teamkollegen Sebastian Vettel nicht mehr zu attackieren.

Teamchef Horner ist sauer

Erst in der letzten Runde steckte Webber zurück, begnügte sich mit Platz drei hinter dem WM-Dominator. Laut Horner habe Webber damit 33 Punkte für das österreichisch-englische Team in Gefahr gebracht - jene für die sicheren Plätze zwei und drei hinter Sieger Fernando Alonso im Ferrari. „Das Team steht über allem, kein Einzelner ist größer als das Team“, betonte der Engländer. Schon im Vorjahr hatte Webber nach seinem Sieg in Silverstone für Kontroversen gesorgt, als er über Funk durchsagte: „Nicht schlecht für einen Nummer-zwei-Piloten.“ Zuvor war ihm Vettel beim Erhalt eines neuen Frontflügels vorgezogen worden - das Stallduell war eröffnet. RedBull musste allerhand kommunikatives Geschick aufbringen, um die Wogen wieder zu glätten. Webber will sich trotz keines Saisonsieges gegenüber deren sechs von Vettel nicht mit der Rolle als Nummer zwei begnügen. „Wenn Alonso ausgefallen wäre, hätten wir um den Sieg gekämpft“, erinnerte der 34-Jährige, der laut eigenen Angaben „vier bis fünf Funksprüche“ vom Team bekommen hat. Reagiert hat er darauf nicht wirklich. „Es war eine sehr einseitige Kommunikation.“

Job steht auf dem Spiel

Der Australier verhandelt mit RedBull über die Verlängerung seines mit Saisonende auslaufenden Vertrages. „Webber riskiert seinen Arbeitsplatz“, schrieb die englische Boulevardzeitung „The Sun“. „Die Zeichen stehen auf Abschied“, ergänzte die Zeitung „The Independent“. Vettel reagierte leicht genervt auf Fragen nach der Situation. „Dass da jetzt wieder Diskussionen losgetreten werden, lässt sich nicht vermeiden“, meinte der Champion.

VN


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