Rogan im Halbfinale disqualifiziert

Von Verein Jahrgang 1937 Weiler
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Die Karriere von Markus Rogan hat am Mittwoch ein dramatisches Ende genommen. Der Wiener war bei den Olympischen Spielen im ersten Semifinallauf über 200 m Lagen wegen eines Regelverstoßes bei der 100-m-Wende disqualifiziert worden. Es folgte ein Protest des österreichischen Verbandes beim "Official Board" und dann beim "FINA Board", beide wurden abgelehnt. Der Finaltraum Rogans war geplatzt.

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Es ging um die FINA-Regel 7.1, wonach der bei der Wende von Rücken auf Brust erlaubte Delfin-Kick mit offenen Armen ausgeführt werden muss. Der Kampfrichter will aber festgestellt haben, dass Rogan stattdessen die Hände übereinander hatte und hat den OSV-Star dadurch aus der Wertung genommen. Als die Disqualifikation nach dem Rennen auf der Anzeigetafel angezeigt wurde, war Rogan völlig perplex.

Rogan wäre im Finale gewesen

"Ich habe das aber definitiv richtig gemacht", bezweifelte Rogan das Kampfrichter-Urteil. Genau wegen einer mit dieser Regel im Jahr 2009 gemachten Erfahrung mit diesem Referee hatte er es geübt. Allerdings wäre er mit seiner Zeit von 1:58,81 Minuten nur Neunter gewesen, hätte das Finale daher um einen Platz verpasst.

Doch der Südafrikaner Chad le Clos, am Vortag Sieger über 200 m Delfin vor US-Star Michael Phelps, zog für das Finale wegen nicht realistischer Medaillenchance zurück. Über knapp eine Stunde wurden die beiden OSV-Proteste behandelt, allerdings ohne den nicht üblichen Videobeweis. Der für das australische Fernsehen kommentierende Ian Thorpe wollte sich das für Rogan noch anschauen. Doch der Kampfrichter blieb bei seiner Entscheidung, Rogan war draußen.

Rogan am Boden zerstört

"Von der Zeit her bin ich Achter, aber die Disqualifikation bleibt erhalten, obwohl sie es nicht beweisen können", meinte Rogan nach der unumstößlichen Entscheidung am Boden zerstört "Ich habe mir das letzte Rennen meiner Karriere anders vorgestellt, ganz einfach, was soll man da sagen."

Ob es das für den erfolgreichsten Schwimmer Österreichs gewesen ist, wollte Rogan so nicht kommentieren und entscheiden. Österreichs "Sportler des Jahres 2004" glaubt sich aktuell in der besten Form seines Lebens. "Ich weiß nicht, ob ich mich in den nächsten vier Jahren so hinbringen kann." Rogan wird bei den Rio-Spielen 34 Jahre alt sein.

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