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Raststation Hörbranz: Betreiber setzen auf Information der Hörbranzer

Joachim Nägele, Sprecher der Raststation Hörbranz GmbH, und Werner Schindele, Geschäftsführer der Raststation Hörbranz GmbH, v.l.n.r. Joachim Nägele, Sprecher der Raststation Hörbranz GmbH, und Werner Schindele, Geschäftsführer der Raststation Hörbranz GmbH, v.l.n.r. - © wiko Bregenz
Hörbranz - Die Projektbetreiber der Raststation Hörbranz setzen im Vorfeld der Volksbefragung am 16. September auf umfassende Information.Es gelte die Befürworter zu einer Teilnahme an der Volksbefragung zu bewegen, betonten Joachim Nägele, Sprecher der Raststation Hörbranz GmbH, und Werner Schindele, Geschäftsführer der Raststation Hörbranz GmbH.

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Ende 2009 eröffnete die ASFINAG – auf Basis eines einstimmigen Beschlusses der Hörbranzer Gemeindevertretung – mit einer Ausschreibung die Chance, das seit 15 Jahren brach liegende Areal des ehemaligen Zollüberganges Hörbranz durch die Errichtung einer modernen Raststation sinnvoll zu nutzen. Ende Mai 2010 erfolgte der Zuschlag für den Projektvorschlag eines regionalen Konsortiums. Seit damals arbeitet die Raststation Hörbranz GmbH intensiv an der Verwirklichung, der konkreten Planung sowie der Abwicklung der notwendigen Behördenverfahren. In diesem Zeitraum hat die Hörbranzer Gemeindevertretung zwei positive Beschlüsse für das Projekt gefasst und die Flächenumwidmung ermöglicht. Auch die Hörbranzer Bevölkerung hat sich im April dieses Jahres in einer repräsentativen Umfrage mit 71 Prozent für die Errichtung der Raststation ausgesprochen.

Raststätte oder Lkw-Abstellplatz

„Die Errichtung einer modernen Raststation ist nach Prüfung mehrerer alternativer Nachnutzungen genau genommen die letzte Möglichkeit, das seit Jahren brach liegende Areal, das viele Anrainer sogar als Schandfleck bezeichnen, sinnvoll zu nutzen. Die Alternative wäre, so die klare Aussage des Eigentümers ASFINAG, ein Lkw-Abstellplatz“, betont Joachim Nägele. Überdies erzeuge eine Raststation keinen zusätzlichen Verkehr auf der Autobahn, der gegenwärtig rund 28.000 durchfahrende Fahrzeuge pro Tag betrage, sondern sei eine Chance, diesen für Hörbranz und die Region zu nutzen. „Wenn jeden Tag schon so viel Fahrzeuge durchfahren, soll Hörbranz auch etwas davon haben“, ergänzt Werner Schindele.

80 Arbeitsplätze für Hörbranz

Neben Steuereinnahmen für die Gemeinde und Wertschöpfung für lokale Lieferanten und Dienstleister wären dies vor allem bis zu 80 neue Arbeitsplätze in der gesamten Bandbreite vom Restaurant- und Shop-Mitarbeiter, Koch oder Gärtner bis zum Betriebsleiter. Dazu kommt eine Gesamtinvestitionssumme von rund 15 Millionen Euro, die zum Großteil an regionale Firmen und Auftragnehmer gehen würde.

Amerikaweg neu ohne Autos

Mit der Raststation wird anstelle des bestehenden Amerikaweges ein neuer, autofreier Fußgänger- und Radweg errichtet, der die Verbindung zwischen den Ortsteilen Leiblach und Weidach sowie den direkten Zugang zum Naherholungsgebiet und See sicherstellt. Die Kosten für Projektierung und Errichtung dieses Weges, der im Bereich der Autobahn am Ufer der Leiblach verlaufen wird, werden zur Gänze von der Raststation Hörbranz GmbH getragen.

Mehr Autos aber weniger Lärm

Momentan fahren täglich rund 4.150 Fahrzeuge zum Vignettenkauf, für Pausen oder Zolldeklarationen in Hörbranz von der Autobahn ab. Mit der Raststation werden dies laut Studien rund 6.130 Fahrzeuge pro Tag sein. Trotz dieser Steigerung wird sich die Lärmsituation für die Anrainer im Vergleich zum Status quo nicht merklich ändern. Denn mit der Raststation sollen Lärmschutzmaßnahmen errichtet werden, die weit über das bisher auf dem Areal bestehende Ausmaß hinausgehen. Neben zusätzlichen Lärmschutzwänden werden vorhandene Trennwände erhöht, um das Areal kommt ein Grün- und Pflanzengürtel, der zudem für optische Aufwertung und zusätzlichen Sichtschutz sorgen wird.

Wasser-Reinigung und Hochwasserschutz

„Außerdem werden wir die Schmutzwasserkanäle auf dem gesamten Areal erneuern und durch moderne Methoden das Oberflächenwasser reinigen, das bisher nur mangelhaft gefiltert in die Leiblach fließt“, erklärt Nägele. Entsprechend dimensionierte Rückhaltebecken würden überdies den Hochwasserschutz verbessern.

Lkw sollen auf der Autobahn bleiben

Als ein wesentliches Argument – auch im Hinblick auf die bevorstehende Volksbefragung – führt Werner Schindele, Geschäftsführer der Raststation Hörbranz GmbH, den Beitrag an, den die Raststation zur Reduktion des Tanktourismus im Ort leisten würde: „Derzeit fahren vor allem viele LKW ins Ortsgebiet ab, weil es an der Autobahn keine Tankmöglichkeit gibt. Dies würde sich mit der Raststation ändern, weil wir auf beiden Fahrbahnseiten LKW-Tankstellen betreiben. Durch Kooperationsverträge mit Frächtern und Speditionen, die attraktive Treibstoffpreise möglich machen, sowie zusätzliche Angebote wie Duschmöglichkeiten oder Trucker-Menüs werden wir die meisten LKW auf der Autobahn halten.“ Zudem biete die Raststation den LKW-Fahrern die Möglichkeit zum Parken und Rasten, um die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit einhalten zu können

Fakten zur Volksbefragung

Fragestellung: „Soll die Marktgemeinde Hörbranz die Errichtung der Autobahnraststätte nach den vorliegenden Plänen ermöglichen?“
Termin: Sonntag, 16. September 2012
Öffnungszeiten der Wahllokale: 7.00 bis 13.00 Uhr
Wahlberechtigt 5.023
Wahlkarten:
Wahlkarten können schriftlich (z. B. per E-Mail) bis Mittwoch, 12. September, oder persönlich auf dem Gemeindeamt bis Freitag, 14. September, 12:00 Uhr beantragt werden

(VOL.AT/wiko)

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