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"Nützen ohne zu schaden"

"Nützen ohne zu schaden"
Bregenz – Am Dienstagabend fand die feierliche Überreichung des Dr.-Toni-Russ-Preises an Hildegard Breiner statt.  Video Video Video | Russ-Preis 2008: Empfang I Russ-Preis 2008: Empfang II Russ-Preis 2008: Gala | Rede

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Bis heute ist Österreich Atomkraft-frei und besonders in Vorarlberg werden seit Jahren erneuerbare Energieträger gefördert.

Dass Nachhaltigkeit in der Energiepolitik Vorarlbergs heute eine so große Rolle spielt, hat Hildegard Breiner maßgeblich beeinflusst. Für ihren Anti-Atomkraft-Aktivismus sowie ihr Engagement für die Etablierung erneuerbarer Energien und einen den kommenden Generationen verpflichteten Natur- und Umweltschutz wurde Breiner gestern der Dr.-Toni-Russ-Preis und -Ring verliehen.

„Hildegard Breiners jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken war in vielerlei Hinsicht richtungsweisend für die Energiepolitik in Vorarlberg und ganz Österreich“ fasste „VN“-Herausgeber Eugen Russ die Entscheidung der Jury, der die Herausgeberfamilie, die „VN“-Redakteure sowie bisherige Russ-Preisträger angehören, zusammen.

Demos in ganz Europa Gemeinsam mit ihrem 1998 verstorbenen Ehemann Franz- Viktor nahm Hildegard Breiner in den 1970ern den bürgerlichen Ungehorsam auf, demonstrierte gegen Rüthi, Zwentendorf, Wackersdorf - aber auch in der ehemaligen Tschechoslowakei, in Ungarn und sogar in Norwegen gegen den Bau und die Inbetriebnahme von Atomkraftwerken und Wiederaufbereitungsanlagen.

„Danke für Ihre beharrliche Freundlichkeit - und für Ihre freundliche Beharrlichkeit“, würdigte denn auch Landeshauptmann Herbert Sausgruber die Preisträgerin. Unter großem Applaus der zahlreich erschienenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nahm Hildegard Breiner den 39. Dr.-Toni-Russ-Preis und -Ring entgegen. „Ich bin überwältigt von dieser Welle an Lob und Anerkennung seit der Veröffentlichung meiner Preisträgerschaft“, zeigte sich Hildegard Breiner selbst berührt. „Diese Auszeichnung gebührt aber zu gleichen Teilen meinem verstorbenen Mann Franz-Viktor“, betonte die Preisträgerin und schloss mit einem Laotse-Zitat: „Nützen ohne zu schaden, ist der Weg in den Himmel.“

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