Florian Dünser
Neue Komfort- Klassen
„Der ,railjet ist einer der modernsten Hochgeschwindigkeits- Reisezüge der Welt“, schwärmte Gabriele Lutter, Vorstandsdirektorin der ÖBB- Personenverkehr AG bei der Präsentation. Um rund 40 Minuten soll sich die Reisezeit zwischen Zürich und Wien verkürzen – schafft der „railjet“ doch eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 230 km/h. Abseits der zeitlichen Vorzüge versucht die ÖBB durch neue Anreize vor allem Kunden im Business- Segment auf die Schiene zu locken. In Anlehnung an die Luftfahrt wurden deshalb drei neue Komfortklassen entwickelt: Economy- , First- sowie Premium- Class. Einen Aufpreis von 25 Euro zum „First- Class“- Ticket zahlen Reisende für das Premium- Angebot. Nebst verstellbaren Ledersitzen mit integrierter Beinauflage, einer Leselampe sowie einer Steckdose pro Sitzplatz sind Getränke, Catering sowie Zeitungen inkludiert. In Anlehnung an den deutschen ICE wurden im ganzen Zug Info- Monitore angebracht, welche über Geschwindigkeit und Reisedaten Auskunft geben. Auch die Gepäckaufbewahrung wurde angepasst – die transparenten Ablagen sowie die neuen Mittelkonsolen sollen den Reisenden ein Sicherheitsgefühl vermitteln. Nach wie vor vergeblich suchen Bahn- Kunden im neuen „railjet“ hingegen nach einem Internet- Anschluss oder WLAN. Auch das Familien- Angebot ist mit einem neuen „Kinder- Kino“ nur dürftig erweitert worden. Ein Radio je Sitzplatz – wie im ICE – wurde ebenfalls nicht eingeplant.
Platz für 408 Reisende
Bis 2014 sollen insgesamt 67 „railjet“- Garnituren auf den österreichischen Schienen unterwegs sein. Alleine in diese Erneuerung der Fernreisezüge investieren die ÖBB 800 Millionen Euro. Insgesamt bietet der 205 Meter lange und 330 Tonnen schwere „railjet“ 408 Reisenden Platz.