Neue Karte aufgetaucht – ISIS peilt auch Österreich an

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So stellt sich Isis den Gottesstaat vor, wie er bis 2020 realisiert sein soll.
So stellt sich Isis den Gottesstaat vor, wie er bis 2020 realisiert sein soll. - © BLICK
Die radikalen sunnitischen Gotteskrieger der ISIS verbreiten derzeit im Nahen Osten Angst und Schrecken, und setzen ihren Vormarsch fast ungehindert fort. Jetzt haben sie sogar ein Kalifat ausgerufen. Wie weit dieses im Endeffekt reichen soll, zeigt eine Karte, die derzeit im Netz kursiert.

Wie “blick.ch” berichtet, will ISIS-Terrorboss Abu Bakr al-Baghdadi sein Kalifat bis 2020 ins Herz Europas tragen. Ganze Teile Afrikas, Asiens und Europas sollen dem islamischen Recht unterworfen werden. Wie die Karte zeigt, soll auch Österreich eingegliedert werden. Auf dem ganzen Gebiet würden dann Gesetze gelten, die auf dem Koran basieren. Sogar ihren Namen haben die Terroristen aufgrund ihrer Ländergier bereits geändert: Statt Islamischer Staat im Irak und in Syrien nennen sie sich kurzerhand nur noch “Islamischer Staat”.

Paradox: Im Moment wird die Expansion von anderen Moslems eingebremst – den Schiiten. Allen voran der Iran, der mit Hilfe seiner Verbündeten in Bagdad und in Damaskus dem “Kalifen” Einhalt gebietet. Gegenwärtig toben blutige Kämpfe um das irakische Tikrit.

Gelehrte lehnen Kalifat ab

Weiterer Rückschlag für die Gotteskrieger: Islamische Gelehrte aus aller Welt lehnen das von der Terrorgruppe ISIS ausgerufene Kalifat ab. In ihren Botschaften verkünden sie, kein Muslim sei verpflichtet, dem selbst ernannten Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi seine Loyalität auszusprechen. ISIS wird von vielen Gelehrten als unislamisch bezeichnet, weil sie den Tod von anderen Muslimen in Kauf nimmt.

So nannte der marokkanische Gelehrte Umar al-Haddushi laut arabischen Medien den Kommandanten der radikal-sunnitischen, extremistischen Terrorgruppe “Islamischer Staat im Irak und in der Levante” (ISIS/ISIL), al-Baghdadi, einen “vom Glauben abgefallenen”. Der ägyptische islamistische Prediger Hani al-Zibai verbreitete auf Twitter eine Warnung an die ISIS-Kämpfer, Gott sei nur mit den Aufrechten. Al-Zibai wünschte der irakischen Regierung, “trotz meiner Kritik an ihr”, Erfolg im Kampf um die von den ISIS-Kämpfern eingenommene Stadt Mossul.

ISIS hatte am Sonntag in den von ihr eroberten Provinzen des Iraks und Syriens ein “Islamisches Kalifat” ausgerufen. In einer Audiobotschaft wurde ISIS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi zum Kalifen bestimmt. Zudem hieß es, alle Muslime müssten dem neuen Kalifen Gefolgschaft schwören. Ein Kalifat ist ein auf islamischen Gesetzen basierendes Staatswesen, in dem die weltliche und religiöse Führung in einer Hand liegen. Laut der Audiobotschaft verkürzte die Terrorgruppe ihren offiziellen Namen zudem auf “Islamischer Staat”.

(APA/Red.)

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