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Nazi-Kriegsverbrecher: lange Suche, späte Sühne

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Der als "Dr. Tod" berüchtigte frühere KZ-Arzt Aribert Heim soll bereits 1992 im Alter von 78 Jahren in Kairo gestorben sein. ©EPA
Mehrere NS-Kriegsverbrecher mussten sich erst Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg für ihre Taten vor Gericht verantworten.

Andere konnten sich bis heute einer Strafverfolgung entziehen.

JOHN DEMJANJUK: Der 91-jährige gebürtige Ukrainer starb im März 2012 in einem bayerischen Pflegeheim – nur zehn Monate nach seiner Verurteilung als Holocaust-Helfer. Das Landgericht München hatte Demjanjuk wegen Beihilfe zum Mord an mehr als 28 000 Juden im Vernichtungslager Sobibor zu fünf Jahren Haft verurteilt. Mit Blick auf sein hohes Alter wurde der Haftbefehl aber aufgehoben.

SAMUEL KUNZ: Der wegen Beihilfe zum Massenmord angeklagte mutmaßliche NS-Verbrecher starb im Dezember 2010 kurz vor Beginn seines Prozesses. Er stand an dritter Stelle der meistgesuchten NS-Täter des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem. Kunz soll 1942/1943 Wachmann im Vernichtungslager Belzec im besetzten Polen gewesen sein. Wegen Mordes in zehn und Beihilfe zum Mord in mindestens 430 000 Fällen sollte dem 89-Jährigen vor dem Landgericht Bonn der Prozess gemacht werden.

HEINRICH BOERE: Der Nazi-Verbrecher wurde im März 2010 wegen dreifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der zur Zeit des Urteils 88-Jährige hatte vor dem Aachener Landgericht gestanden, 1944 als Mitglied des SS-Mordkommandos “Feldmeijer” drei niederländische Zivilisten erschossen zu haben. Im Dezember 2011 trat er seine Haft an. Boere war bereits 1949 in den Niederlanden in Abwesenheit verurteilt worden, diese Strafe wurde aber nie vollstreckt.

ALOIS BRUNNER: Der wichtigste bisher strafrechtlich nicht verfolgte Nazi-Kriegsverbrecher ist möglicherweise nicht mehr am Leben. Der ehemalige SS-Hauptsturmführer soll als “Ingenieur der Endlösung” für den Tod von etwa 130 000 Juden aus mehreren Ländern verantwortlich sein. Brunner wurde zuletzt 2001 im syrischen Damaskus gesehen.

ARIBERT HEIM: Nach Presseberichten soll der als “Dr. Tod” berüchtigte frühere KZ-Arzt bereits 1992 im Alter von 78 Jahren in Kairo gestorben sein. Das Wiesenthal-Zentrum bezweifelt die Angaben, weil weder der Tod bestätigt noch die sterblichen Überreste gefunden worden sind.

KAROLY (Charles) ZENTAI: Der gebürtige Ungar steht auf der Fahndungsliste des Simon-Wiesenthal-Zentrums (Operation: Letzte Chance). Er nahm 1944 an der Verfolgung und dem Mord an Juden in Budapest teil. 1950 war er nach Australien ausgewandert. Seit Jahren kämpft er dort juristisch gegen seine bereits 2005 von Ungarn verlangte Auslieferung.

KLAAS CARL FABER: In den Niederlanden wurde er für den Tod von Gefangenen im Transitlager Westerbork und dem Gefängnis von Groningen 1944 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde 1948 in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt, 1952 gelang ihm die Flucht aus dem Gefängnis nach Deutschland. Die Auslieferung des deutschen Staatsbürgers in die Niederlande wurde abgelehnt. Faber starb im Mai 2012 in Freiheit.

(APA)

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