Nach Anschlag: Flüchtlinge geschockt

Von Markus Sturn (VOL.AT)
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Solidaritätsbekundung in Batschuns am Sonntag Solidaritätsbekundung in Batschuns am Sonntag - © VN/Beate Rhomberg
Zwischenwasser - Nach dem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Batschuns leben die Bewohner in Angst. Nun hoffen sie, dass die Schuldigen bald gefasst werden - und vertrauen auf die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung.

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Ahmed saß Samstagnacht gerade an seinem Computer, als er von draußen ein Geräusch hörte. Von seinem Fenster aus konnte er zwei Personen in einem dunklen Pkw erspähen, die sich offenbar unterhielten. "Nach zwei Minuten stieg eine Person aus. Er hatte eine Flasche Sprit dabei, die er dann anzündete und gegen unser Haus warf." Sofort sei er aus seinem Zimmer gestürmt und habe die anderen Bewohner des Flüchtlingsheims zu wecken versucht. Gemeinsam begaben sie sich nach draußen, um das Feuer zu löschen - das in der Zwischenzeit allerdings schon von selbst ausgegangen war.

"Die Leute mögen uns"

Einen Tag später sitzt den Männern und Frauen im Flüchtlingsheim Batschuns noch immer der Schock in den Gliedern. "Natürlich haben wir Angst", erzählt Shahzad. "So etwas haben wir uns hier nicht erwartet. Die Leute in Batschuns mögen uns sehr gern. Zu Weihnachten haben sie uns Geschenke gebracht. Sie sagen zu uns: 'Was auch immer du brauchst, du kannst es mir sagen.'" Er und Ahmed sind sich einig: Die Täter können nur von außerhalb der Gemeinde gekommen sein. Was genau sie zu ihrer Tat veranlasst hat, ist ihnen freilich ein Rätsel. 

"Österreicher sind gute Menschen"

Den Glauben an Österreich haben sie noch längst nicht verloren. "Die Österreicher sind gute Menschen", meint etwa Ahmed. Und Ismailova ergänzt: "Über Österreicher kann ich nur Gutes sagen. Gestern waren so viele Leute hier, die uns unterstützen. Deshalb kann ich nur Gutes sagen." (MST)

Flüchtlinge in Angst

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