Merkel will Griechenland in Euro-Zone halten

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Die deutsche Kanzlerin Merkel will Griechenland im Euro halten, fordert aber von der Regierung in Athen zusätzliche Reformschritte. Nach einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Samaras im Kanzleramt betonte die Politikerin am Freitag ihr Vertrauen in die Führung in Athen. Derzeit sei die Basis für einen positiven Bericht der Troika aber noch nicht gegeben, schränkte Merkel ein.

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Weder Merkel noch Samaras gingen direkt auf die Debatte ein, ob es Nachverhandlungen über das griechische Hilfspaket geben könne. Beide betonten, dass der Bericht der Fachleute von IWF, EZB und EU-Kommission abgewartet werden müsse. Dieser soll Mitte September vorliegen. Merkel bescheinigte Samaras guten Willen und betonte ihr Vertrauen in die griechische Regierung. "Aber es ist auch klar geworden in dem Gespräch, da ist noch viel zu tun." Worten müssten Taten folgen.

Deutschland sei bereit, Griechenland auf allen Ebenen zu helfen, damit das Land seine Verpflichtungen erfüllen könne, betonte Merkel. Mit der klaren Aussage, Griechenland in der Euro-Zone halten zu wollen, schloss sich Merkel Frankreichs Präsident Hollande an, der dies bereits vor einem Treffen in Berlin am Donnerstagabend betont hatte.

Griechenlands Ministerpräsident wehrte sich am Freitag gegen den Eindruck, mehr Geld zu wollen und versprach, dass seine Regierung die Reformzusagen einhalten wolle. "Wir wollen nicht mehr Mittel, wir wollen Luft zum Atmen." Nach fünf Jahren Rezession müsse das Wachstum in seinem Land angekurbelt werden. Zugleich warnte auch Samaras vor einer Debatte über einen "Grexit", wie ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro genannt wird. Dies schade den Privatisierungsanstrengungen seiner Regierung.

Merkel und Samaras führten nach der Pressekonferenz noch ein 45-minütiges Vieraugengespräch. Am Samstag wird Samaras in Paris mit Hollande zusammentreffen.

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