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Mehrerauprozess: Altabt Kassian Lauterer im Zeugenstand

Altabt Lauterer beim Verlassen des Gerichtssaals. Altabt Lauterer beim Verlassen des Gerichtssaals. - © VOL.AT/Bernd Hofmeister
von Christiane Eckert - Feldkirch – Am Landesgericht Feldkirch fand heute der Schadenersatzprozess eines ehemaligen Mehrerau-Schülers seine Fortsetzung. Der heute 46-Jährige wurde 1982 vom damaligen Internatsleiter schwer missbraucht. Dafür fordert das Opfer 135.000 Euro als Entschädigung.

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Heute sagte Altabt Kassian Lauterer als Zeuge aus. Die Fragen, die an den heute 78-jährigen gestellt wurden, kreisten vor allem um das Thema “Was wusste er als Abt von Missbrauch?”.

Altabt Lauterer gesteht Fehler ein

Dazu sagte Kassian zusammengefasst aus, dass der betreffende Pater wegen eines Vorfalls 1967 polizeilich befragt wurde, habe er gewusst. Dass er wegen dieses Missbrauchs rechtskräftig verurteilt wurde, erfuhr er nach eigenenen Angaben erst 2004. Der Altabt räumte ein, dass es ein Fehler war, nie mit dem betreffenden Pater darüber zu sprechen. Falsch sei auch gewesen, den Mann weiterhin mit Kindern zusammen arbeiten zu lassen. Die Gewaltbereitschaft und Grobheiten seien ihm allesamt nicht bekannt gewesen, so Lauterer. Es sei halt auch eine andere Zeit gewesen, so Lauterer abschließend.

Weiters kreisten die Fragen um das Thema der Verjährung. Dieser Themenkomplex hängt mit der damaligen Stellung des pädophilen Paters zusammen. Und genau zu diesem Thema beantragte Klagsvertreter Sanjay Doshi zwei weitere Zeugen. Der nächste Prozess findet aber vermutlich erst zum Jahreswechsel statt.

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