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Flucht aus den Franken-Krediten

Fremdwährungskredite in Vorarlberg rückläufig. Fremdwährungskredite in Vorarlberg rückläufig. - © EPA
von VN/Tobias Hämmerle - Schwarzach – Der Schweizer Franken ist ein Paradoxon an sich: Gilt als sicherer Hafen für Anleger und zugleich großes Risiko für jene, die ihre Schulden in Schweizer Franken aufgenommen haben.

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Letztere sehen zunehmend das Risiko und schulden ihre Fremdwährungskredite um. Im ersten Quartal 2012 lag das Volumen bei 36,7 Mrd. Euro und damit wechselkursbereinigt um 7,3 Prozent oder 2,9 Mrd. unter dem Wert vor einem Jahr. Der Großteil des Fremdwährungskreditvolumens entfallt mit 93,9 Prozent auf Schweizer Franken.

Zweitgrößtes Volumen

Laut der Oesterreichischen Nationalbank, bei der die Bankinstitute die Fremdwährungszahlungen melden müssen, sind in Vorarlberg immer noch 4,3 Mrd. Euro aushaftend. Doch auch hierzulande ist die Zahl stark rückläufig wie Bankensprecher Wilfried Hopfner erklärt: „Wir verspüren ganz stark, dass viele Kunden aus dem Schweizer Franken zurück in den Euro gehen. Die Vorarlberg-Zahlen verlaufen analog zu den Österreich-Zahlen.“ Hopfner ist der Meinung, dass die Kunden die Hoffnung verloren hätten, dass der Franken in absehbarer Zeit schwächer wird. Dem schließt sich Sparkassen-Sprecher Werner Böhler an.

Franken-Grenze keine Garantie?

„Die Anzahl der Konvertierungen hat sich spürbar erhöht. Das liegt daran, dass die Leute mittelfristig keine Perspektive sehen, dass der Franken schwächer wird“, sagt Böhler. Zudem würden die Kunden nun erkennen, dass die von der Schweizer Nationalbank ausgerufene Mindestgrenze von 1,20 keine Garantie ist – und der Kurs auch Richtung 1 zu 1 oder noch tiefer gehen könnte.

„Wichtig ist“, sagt Markus Salzgeber, Sprecher der Vermögensberater, „eine umfassende Beratung, in der man mit dem Kunden die Vor- und Nachteile des bestehenden Kreditverhaltnisses anschaut.“ Dort, wo die Ampel auf Rot stehe, empfiehlt der Experte eine Stop-Loss-Vereinbarung.

Tiefen Zins nutzen

Eine solche können auch Hopfner und Böhler befürworten. „Allerdings mit dem Hinweis, dass ein Stop-Loss nicht unbedingt das halten muss, was man sich davon verspricht, nämlich dann, wenn der Kurs durchrauscht“, fügt Böhler hinzu.

Ansonsten würden, laut Hopfner, Kunden dahingehend beraten, ganz zu konvertieren oder zumindest Teile der Aushaftungen. Ein Vorteil: Kunden können zu einem historischen Tiefzinsniveau in den Euro wechseln.

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