30 Meter hohe Türme auf Liebherr-Betriebsgelände aus Boden gestampft

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Tomaselli Gabriel Bau und Hilti & Jehle errichten frei stehende Treppenhäuser in kurzer Bauzeit Tomaselli Gabriel Bau und Hilti & Jehle errichten frei stehende Treppenhäuser in kurzer Bauzeit - © Stiplovsek
Nenzing - Auf dem Betriebsgelände der Liebherr-Werk Nenzing-GmbH wird spektakulär in die Höhe gebaut. Die Baufirmen Tomaselli Gabriel Bau und Hilti & Jehle errichten derzeit vier frei stehende Treppenhäuser.

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Jedes davon hat eine Höhe von 30 Metern. Die Treppenhäuser werden im Zuge der Erweiterung des Verwaltungsgebäudes gebaut. Die Gleitschalung erlaubt eine extrem kurze Bauzeit von nur einer Woche für jeweils zwei Türme.

Bis 2014 entsteht das erweiterte, sechsgeschossige Verwaltungsgebäude auf dem Betriebsgelände der Liebherr-Werk Nenzing-GmbH. Der Bau wurde notwendig, weil das bestehende dreistöckige Bürogebäude in die Jahre gekommen ist. „Unser erfreulicher wirtschaftlicher Aufwärtstrend schlägt sich naturgemäß in einem steigenden Platzbedarf nieder. Künftig werden uns 9000 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung stehen“, erklärt Wolfgang Pfister, Marketingleiter bei Liebherr.

Vor zweieinhalb Wochen starteten die Baufirmen Tomaselli Gabriel Bau und Hilti & Jehle mit der Errichtung der vier Treppenhäuser. Jeweils zwei davon werden gleichzeitig gebaut. Diese schließen direkt an das bestehende Bürogebäude an. Parallel dazu gossen die Baufirmen die Fundamente der Außenhülle. Sobald alle vier Treppentürme innen fertig ausgebaut sind, wird das bestehende Gebäude mit drei neuen Geschossen aufgestockt.

1000 Kubikmeter Beton, 80 Tonnen Stahl

Für die ersten beiden 30 Meter hohen Türme brauchten die Bauarbeiter nur sieben Tage. „Im Dreischichtbetrieb haben wir 1000 Kubikmeter schnell abbindenden Beton und 80 Tonnen Stahl verarbeitet“, erklärt der Bauleiter der Tomaselli Gabriel Bau, Thomas Öhre. Einbauteile, Aussparungen und Türen wurden gleich mit vorgesehen. Die beiden nächsten Türme werden ebenso schnell gebaut. Die Errichtung eines solchen Turms in herkömmlicher Bauweise dauert etwa einen Monat.

Möglich macht diese kurze Bauzeit der Treppenhäuser die Gleitschalung. „Wir haben nach einer Schalungsart gesucht, die möglichst einfach ist, kurze Bauzeiten und eine schnelle Montage ermöglicht“, erläutern Philipp Tomaselli, Geschäftsführer Tomaselli Gabriel Bau und Alexander Stroppa, Geschäftsführer Hilti & Jehle. Mit Bitschnau Gleittechnik aus Nenzing fand die Arbeitsgemeinschaft einen regionalen Partner, der mit seinem System die Anforderungen erfüllte.

Bitschnau Gleittechnik setzt eine Gleitschalung ein, deren Hülle aus Edelstahl besteht. Aluminium- und Chromteile machen die Schalung zudem leichter. Durch das baukastenartige System, das sich klemmen und stecken lässt, braucht der Umbau und die Reinigung der Schalung für das zweite Turmpaar nur vier Tage. Die gesamte Schalungskonstruktion zog sich pro Tag bis zu fünf Meter in die Höhe.

Fact-Box

Neues Verwaltungsgebäude
- Gesamthöhe 30 Meter (sechs Geschosse)
- Fertigstellung Mai 2014
- Investitionssumme 12 Millionen Euro
- Baufirmen Tomaselli Gabriel Bau GmbH und Hilti & Jehle

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Ort: Dr. Hans Liebherr Straße 1, 6710, Nenzing
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.liebherr.com

Die Liebherr-Werk Nenzing GmbH wurde 1976 in Nenzing/Österreich gegründet. Liebherr ist Technologieführer in der Fertigung von Kranen und Umschlaggeräten für maritime Anwendungen, wie auch in den Bereichen der Gewinnungs- und Umschlagindustrie, im Tief- oder Spezialtiefbau. Das Unternehmen produziert und vertreibt ein breites Programm unterschiedlicher Produktlinien. Dazu gehören Schiffskrane, Offshorekrane, Hafenmobilkrane und Reachstacker. Im internationalen Baumaschinenmarkt ist das Werk mit einer breiten Palette von universellen Hydro-Seilbaggern, Raupenkranen und Ramm- und Bohrgeräten vertreten. Die Liebherr-Werk Nenzing GmbH ist die größte Produktionsstätte des maritimen Bereichs und zugleich Sitz der Liebherr-MCCtec GmbH, der zuständigen Spartenobergesellschaft für den Bereich Maritime Krane. Die Liebherr-MCCtec GmbH verfügt über vier hochmoderne Produktionsstätten in Nenzing, Rostock, Sunderland und Killarney und weitere Tochtergesellschaften in Hongkong, Amersfoort, Hamburg, Niederhergheim, Istanbul, Mumbai und Baku. Der Vertrieb und Service erfolgt über 35 Liebherr-Gesellschaften. Hinzu kommen eine Vielzahl von Agenten, Vertretern und Händlern. Diese Standorte und Niederlassungen bieten Arbeitsplätze für rund 3.300 MitarbeiterInnen. Die vier Produktionsstätten sind besonders großräumig ausgelegt, um auch voluminöse Produkte wie beispielsweise Hafenmobilkrane mit bis zu 550 t Eigengewicht und 58 m Transportlänge, sowie Großkrane für den Offshore-Bereich mit bis zu 2.000 t Tragkraft in der Liebherr-typischen Produktqualität fertigen zu können. Am Standort Nenzing fertigt Liebherr die kompletten Baureihen der Hydro-Seilbagger, Raupenkrane und Ramm- und Bohrgeräte. Vervollständigt wird das Produktionsprogramm durch Hafenmobilkrane sowie einzelne Schiffs- und Offshorekrane. In Killarney produziert die Liebherr Container Cranes Ltd. Containerverladebrücken, gummibereifte und schienengebundene Containerstapelkrane sowie entsprechendes Zubehör.
Ort: Bahnhofstraße 26, 6710, Nenzing
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.tomaselligabriel.at/

Ort: Hirschgraben 20, 6800, Feldkirch
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.hilti-jehle.at

"Wir sind Gesamtanbieter" Wir sind sehr breit aufgestellt und sind ein Komplettanbieter. Das ist unsere Stärke. Das gesamte Spektrum von Hoch- und Tiefbauten wird durch uns abgedeckt von der Gartenmauer bis zu Großbauwerken. So Dipl.-Ing. Alexander Stroppa, Alleingeschäftsführer des traditionsreichen Feldkircher Bauunternehmens Hilti & Jehle zu den VN. Die Bauunternehmung begann mit der Gründung des Gipser- und Zementereigeschäftes durch Caspar Hilti 1876. Schon 1909 startete mit der Kanalisierung von Feldkirch ein erstes Großprojekt. Auch bei zahlreichen anderen Infrastrukturbauten war Hilti & Jehle ein Pionier. Straßen, Brücken und viele öffentliche Gebäude wurden errichtet. Und auch im sozialen Wohnbau hat der Betrieb viel geleistet. Das Unternehmen ist nach wie vor im Familienbesitz und steht im Eigentum der Familie Helmut Hilti. Als Bauträger werden zusätzlich eigene Wohnanlagen errichtet und als Generalunternehmer auch schlüsselfertige Bauten für Dritte erstellt. Derzeit ist das Unternehmen u. a. in der Arge Vorarlberger Landesmuseum und beim Kraftwerk Hochwuhr aktiv. Sehr erfolgreich sind wir auch in Nischen, freut sich Stroppa. Dazu gehören beispielsweise der Gleitschalungsbau, die Schachtdeckelsanierung und der Spezialtiefbau. In diesem Bereich ist Hilti & Jehle in ganz Europa tätig, was jedes Mal die Bewältigung von auch schwierigen logistischen Aufgaben bedeutet. Unsere Betongleittechnik kam in fast allen Tunnels in Vorarlberg zur Anwendung, erklärt Stroppa. Aktuell wird sie bei einer Baustelle in Dänemark eingesetzt und zwar für die Entwässerung einer neuen Autobahn. Zahlreiche Beteiligungen Mit seinen 550 Mitarbeitern ist das Bauunternehmen einer der größten Arbeitgeber im Raum Feldkirch, mit seiner Niederlassung bei Land­eck in Tirol aber auch einer der größten Arbeitgeber in dieser Region. Eine eigene Niederlassung besteht auch in Widnau in der benachbarten Schweiz, in der rund 20 Mitarbeiter beschäftigt sind. Stroppa, der sich auch als Innungsmeister-Stellvertreter für seinen Berufsstand einsetzt, erläutert, dass auch zahlreiche Beteiligungen an Betonwerken und Kanaldienstleistungsunternehmen bestehen. Ein Beispiel ist die KWS Kanal-Wartungs- und Sanierungs-GmbH und Co KG in Götzis. In Götzis und Nenzing gibt es eigene Asphaltwerke. Nimmt man den Bauproduktionswert allein als Maßstab, also die reine Wertschöpfung aus der Bauleistung, dann sind wir der größte Bauunternehmer in Vorarlberg, ist Stroppa abschließend überzeugt. Firma in Zahlen Hilti und Jehle GmbH Standort: Feldkirch, 550 Mitarbeiter 1933 nahm das Unternehmen die erste Asphaltmischanlage Vorarlbergs in Betrieb. 80 Mill. Euro Umsatz will das Unternehmen heuer erzielen. 50 Lehrlinge werden derzeit ausgebildet.
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