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2:2 – Austria Lustenau gab gegen Grödig erstmals Punkte ab

Austria Lustenau mit 2:2 gegen Grödig. Austria Lustenau mit 2:2 gegen Grödig. - © VOL.AT, Philipp Steurer
Die blütenweiße Weste der Lustenauer Austria hat einen ersten Patzer bekommen. Am Freitag gaben die Vorarlberger in der fünften Runde der Erste Liga im Heimspiel gegen Grödig eine 2:0-Führung in den letzten Minuten noch aus der Hand und mussten beim 2:2 erstmals in der laufenden Saison Punkte abgeben.

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Jan Zwischenbrugger (3.) und Felix Roth (45.) hatten die souveränen Hausherren in Führung gebracht, ehe Lukas Schubert (85.) und Mario Leitgeb (88.) den Salzburgern in einer verrückten Schlussphase noch einen Punkt retteten.

Dank der frühen Führung erwischten die Lustenauer einen perfekten Start. Grödig, das nun auswärts fünf Spiele en suite ungeschlagen ist, konnte den klar besseren Hausherren in der Folge aber nicht gefährlich werden. Unmittelbar vor der Pause erhöhte Roth auf 2:0, beide Tore wurden vom abwanderungswilligen kamerunischen Stürmer Pierre Boya eingeleitet, der erstmals in dieser Saison zum Einsatz kam.

Lustenau ging mit dem Vorsprung allerdings denkbar fahrlässig um, beschränkte sich ab der 70. Minute auf das Verwalten der Führung. In der 72. Minute traf Leo für die stärker werdenden Gäste die Stange, dreizehn Minuten später war der Anschlusstreffer durch Schubert dann perfekt. Kurz danach kostete der Elf von Helgi Kolvidsson dann eine neuerliche Unachtsamkeit den fünften Sieg im fünften Spiel. Grödig verteidigte damit Platz drei mit drei Zählern Rückstand auf Austria Lustenau.

FC Lustenau stürzte Vienna in die Krise

Der FC Lustenau hat Freitagabend den bereits vierten Sieg in Serie über die Vienna gefeiert und sich damit im Mittelfeld der Ersten Liga etabliert. Das Schlusslicht aus Döbling rutschte durch die 2:4-Heim-Schlappe auf der Hohen Warte noch tiefer in die Krise.

Die Vorarlberger begannen agiler und gingen bereits nach zwei Minuten in Führung, als Stipe Vucur nach einem Eckball unbedrängt einen Kopfball ins Tor köpfelte. Die Führung hielt freilich keine zehn Minuten. Dober hämmerte einen kurz abgespielten Freistoß ins rechte Kreuzeck. Doch die Antwort der spielerisch überlegenen Lustenauer erfolgte prompt. Osman nützte ein kleines Schläfchen der Vienna-Abwehr, lief alleine aufs Tor zu und ließ Goalie Thomas Mandl keine Chance.
Während es die Lustenauer in der ersten Hälfte verabsäumten, bei mehreren Gelegenheit schon eine Vorentscheidung herbeizuführen, drehte sich das Bild nach der Pause. Die Vienna kam mit mehr Elan aus der Kabine. Nach einer harten Entscheidung von Schiedsrichter Andreas Heiß musste Andrej Lebedev nach einem Foul von hinten in der 67. Minute vom Platz, doch gerade in Unterzahl gelang den Döblingern der Ausgleich durch einen wuchtigen 30-Meter-Freistoß von Dober.

Letztlich war das aber nur ein Strohfeuer. Der wieder alleine gelassene Vucur zum zweiten Mal per Kopf und Arvedin Terzic aus kurzer Distanz nach einem Konter sicherten den Lustenauern den verdienten Erfolg. Kleiner Wermutstropfen: Mario Bolter musste in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Feld, erneut eine äußerst harte Entscheidung von Heiß. Die Vienna ist nunmehr saisonübergreifend sieben Spiele ohne Sieg und hält nach fünf Runden der neuen Saison bei gerade einem Punkt.

2:0 in Linz – SCR Altach beendete Niederlagenserie

Zum Ende der ersten englischen Woche in der aktuellen Saison der Fußball-Erste-Liga hat in der 5. Runde der SCR Altach am Freitag mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg bei Blau Weiß Linz nach drei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg gefeiert. Kapitän Netzer (76.) und Lienhart (91.) trafen, während die Linzer neun Top-Torchancen ausließen und weiter auf den ersten Dreier warten. Im fünften Duell beider Teams kam es damit erstmals zu einem Auswärtssieg, nachdem im Vorjahr jeweils die Heimmannschaft zweimal gewann.

Im Duell zweier zuletzt erfolgloser Teams (BW Linz seit sechs Spielen saisonübergreifend sieglos) entwickelte sich eine offene Partie mit vielen vergebenen Torchancen. Die Linzer, die erstmals in dieser Saison personell aus dem vollen Schöpfen konnten, wirkten vor der Pause besonders nach Eckbällen von Kapitän Wawra gefährlich, während der Vorjahresvizemeister mit schnellen Vorstößen über sein Vierer-Mittelfeld und Offensivverteidiger Erbek die Gastgeber in Verlegenheit brachte. Doch Lienhart (5.), Aigner (17.) und Ngwat Mahop (43., per Kopf) ließen günstige Strafraumchancen aus, während auf der Gegenseite nach Hartls Stanglpass Lindner aus sechs Metern den Ball verfehlte und dann Huspek das Außennetz traf (23.).

Nach der Pause dann die große Linzer Doppelchance, als Höltschl genial Lindner freispielte, doch der Stürmer scheiterte an Keeper Kobras, und beim Nachschuss rettete Sereinig auf der Torlinie (50.). Als dann eine weitere Doppelchance der Linzer (Kobras parierte gegen D. Guselbauer, Hartl schoss den Nachschuss über das Tor, 71.) ungenutzt blieb und auch Höltschl an Kobras scheiterte (73.), straften die Gäste die Linzer Abschlussschwäche, und Netzer traf von der Strafraumgrenze nach einer missglückten Abwehraktion der Königsblauen zum 0:1 (76.) .

Als dann Pavlov (Flugkopfball vorbei, 86.) und Hartl (scheiterte an Kobras, 88.) weitere “Hochkaräter” ausließen, besiegelte Lienhart in der Nachspielzeit mit dem 0:2 endgültig die zweite Linzer Heimniederlage binnen acht Tagen gegen einen Vorarlberger Verein.

Kapfenberg weiter sieglos

Die Mission Wiederaufstieg rückt für den Kapfenberger SV schon sehr früh in weite Ferne. Der KSV musste sich am Freitag im steirischen Derby in Hartberg mit einem 1:1 (1:1) begnügen und ist auch nach der 5. Runde der Fußball-Erste-Liga noch sieglos. Mit lediglich drei Punkten weist man schon zehn Zähler Rückstand auf die Tabellenspitze auf.

Nach dem völlig misslungenen Start in die Saison lechzte Kapfenberg nach einem vollen Erfolg. Und Routinier Sanel Kuljic brachte den KSV früh auf Kurs. Der 34-Jährige donnerte einen Weitschuss aus 34 Metern zum 1:0 ins Tor (16.).
Die Hartberger waren nach dem Gegentreffer sichtlich angeschlagen, Kapfenberg verpasste es aber vorentscheidend nachzulegen. Und so kamen die Hausherren vor der Pause besser ins Spiel und in der 42. Minute zum 1:1: Nach Freistoß von Emir Adilovic traf Joachim Parapatits volley aus elf Metern. Für den 31-Jährigen war es das 100. Tor in Österreichs zweithöchster Spielklasse.

Nach der Pause gab es nur noch einmal große Aufregung, bei einem Foul von Thomas Schönberger gegen Parapatits hätte Referee Harald Lechner auch auf Torraub und Rot entscheiden können (86.).

(APA)

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