17 Lawinentote in der Saison 2011/12

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Bekanntestes Lawinenopfer war Prinz Johan Friso, der in Lech verunglückte. Bekanntestes Lawinenopfer war Prinz Johan Friso, der in Lech verunglückte. - © VOL.AT/Leserreporter
In der Wintersaison 2011/12 sind in Österreich 17 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Das sind um neun weniger als im langjährigen Durchschnitt. Insgesamt wurden von der Polizei 134 Lawinenunfälle registriert, ungefähr so viele wie im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Im organisierten Skiraum sind in der Wintersaison 29 Menschen gestorben, um 21 weniger als in der Saison 2010/11. Das geht aus Zahlen des Kuratoriums für Alpine Sicherheit hervor.

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Prominentestes Lawinenopfer war der niederländische Prinz Johann Friso, der am 17. Februar in Lech am Arlberg verschüttet wurde und seither im Wachkoma liegt. Die meisten Lawinentoten gab es in diesem Winter in Tirol, nämlich neun. In Salzburg und in der Steiermark wurden je drei Menschen getötet, in Vorarlberg und in Kärnten jeweils einer.

Lawine: Insgesamt 29 Wintersportler fanden den Tod

Die meisten der 29 Wintersportlicher, die auf Pisten den Tod fanden, starben nicht aufgrund eines Unfalls, sondern nach einem sogenannten internen Notfall wie zum Beispiel einem Herzinfarkt. 17 Menschen sind auf diese Weise ums Leben gekommen. In jeweils vier Fällen waren Stürze ohne Fremdverschulden oder der Aufprall auf ein Hindernis die Ursache tödlicher Verletzungen. Ein Skifahrer wurde auf einer Piste von einer Lawine getötet: Der Urlauber aus Schweden verunglückte am 15. Februar in Ischgl in Tirol. Zehn der 29 Menschen starben in Salzburg, acht in Tirol, sieben in Vorarlberg und vier in Kärnten. Die Mehrzahl waren Urlaubsgäste aus dem Ausland, zehn allein stammten aus Deutschland.

Zahlen weit unter Durchschnitt

Im Vergleich zur Saison 2010/11 gab es einen massiven Rückgang bei Todesfällen auf Pisten. Damals waren im organisierten Skiraum 50 Menschen gestorben, im Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre sind es laut dem Kuratorium für Alpine Sicherheit 43. Die Gesamtzahl der von der Alpinpolizei erfassten Unfälle im organisierten Skiraum lag ebenfalls deutlich unter dem Sieben-Jahres-Durchschnitt von 3.626: 2.918 waren es in der abgelaufenen Saison nach 4.108 im Winter 2010/11.

Die Fachleute führen den Rückgang unter anderem auf den schneereichen Winter zurück, der relativ spät begonnen hat: "Im organisierten Skiraum wirkte sich der reichlich vorhandene Naturschnee positiv aus", erklärte der Präsident des Kuratoriums, Karl Gabl. Mehr "weiße Pracht" bedeutet unter anderem größere Sturzräume - über den Pistenrand hinaus - und weniger "aggressiven" Kunstschnee.

Helme retten Leben

Einen Einfluss hat möglicherweise auch das zunehmende Sicherheitsbewusstsein der Wintersportler. "Die Helmmoral steigt seit Jahren. Der Großteil ist heute auf Skipisten mit Helm unterwegs. Wintersportler ohne Helm sind in vielen Skigebieten heute bereits eher eine Ausnahme", erklärte Hans Ebner, der Leiter der Alpinpolizei.

Ende April ist die Lawinengefahr allerdings noch nicht ausgestanden: In den Bergen liege noch jede Menge Schnee, warnte Hanno Bilek vom Kuratorium. Weitere Unfälle seien daher nicht auszuschließen.

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