Kultur-Neustart in Neapel mit multimedialer Klimt-Schau

15.06.2021 Nach den schwierigen Monaten des Teil-Lockdowns kommt das Kulturleben in Neapel wieder in Schwung und zwar im Zeichen Gustav Klimts. In der Villa Comunale der Vesuvstadt winkt bis zum 1. August eine virtuelle Ausstellung zu Ehren des österreichischen Künstlers (1862-1918). Mit multimedialen Technologien können Besucher in die Welt Gustav Klimts und in das Wien am Ende des 19. Jahrhunderts eintauchen.

Volksoper beendete Premierensaison mit "Leyla und Medjnun"

15.06.2021 Eine meditative, arabeske Umspielung des Themas der Liebe ist Detlev Glanerts Kammeroper "Leyla und Medjnun", deren Inszenierung durch Ruth Brauer-Kvam nun den Premierenabschluss der laufenden Saison der Wiener Volksoper darstellte. Mit dem 1988 uraufgeführten Werk setzt das Haus am Gürtel seine vor vier Jahren begonnene Bespielung des Kasinos am Schwarzenbergplatz mit einem Stück pro Saison fort.

steirischer herbst wählt den radikalen "Way out"

14.06.2021 Der steirische herbst steht heuer unter dem Motto "The Way Out" und wird sich "radikal nach draußen wagen", einerseits heraus aus dem Lockdown, andererseits heraus aus der "institutionellen Blase". "In diesem Jahr wird der öffentliche Raum sehr präsent sein", kündigte Intendantin Ekaterina Degot am Montag bei der Programmpräsentation an. Der herbst beginnt heuer bereits am 9. September, einen Vorgeschmack gibt es schon Ende Juni mit den Rabtaldirndln.

Prix Ars Electronica mit Fokus auf Tech-Kunst mit Aktivismus

14.06.2021 Eine Combo aus Musikern und ihren Avataren, ein Projekt, das Kriegshandlungen mittels Wolken entlarvt, und ein Stück Geschichtsaufarbeitung aus Asien sind die Gewinner der Goldenen Nicas aus dem Prix Ars Electronica. Direktor Gerfried Stocker sah einen "aktivistischen Turn". Die zeitgenössische Tech-Kunst beschäftige sich mit "Klimawandel, Flüchtlingsthematik, Kriegsgeschehen und der Herausforderung der digitalen Transformation in einer für Menschen adäquaten Weise".

Bauhaus Dessau wird auf Klimafitness untersucht

14.06.2021 Das Bauhaus Dessau mit seiner markanten Fassade aus Glas und Metall wird derzeit von Experten näher untersucht. Die Gründe sind das Alter des Gebäudes und die Frage, welchen Einfluss extremes Wetter auf den Bau haben kann. Das Bauhausgebäude ist fast 100 Jahre alt, wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, später teils umgebaut, 1976 rekonstruiert und nach 1990 anhand von Originalplänen restauriert.

Schul-Musical-Video mit Teenie Ed Sheeran wird versteigert

14.06.2021 Fans des Sängers und Songwriters Ed Sheeran können in London bald eine Videoaufnahme des Popstars von einem Schul-Musical ersteigern. Der heute 30-jährige Brite ist darin zu sehen, wie er mit 15 Jahren bei einer Schulaufführung des Musicals "Grease" die Rolle des Roger spielt, wie auf einem Ausschnitt des Videos auf Youtube zu erkennen ist. Die Versteigerung einer DVD mit der knapp zweistündigen Aufnahme soll am 29. Juni im Londoner Auktionshaus Omega Auctions stattfinden.

Österreich sucht Konzept für Architekturbiennale 2023

14.06.2021 Während der Biennale ist vor der Biennale: Derzeit ist in Venedig die 17. Internationale Architekturbiennale zu bewundern, doch die Einreichphase für die nächste Ausgabe wurde soeben gestartet. So sucht das Kulturministerium für die 18. Architekturausstellung in der Lagunenstadt ab sofort und bis spätestens 14. August ein kuratorisches Konzept für die Bespielung des heimischen Beitrags im Österreichpavillon.

Hollywood-Charakterdarsteller Ned Beatty gestorben

14.06.2021 US-Schauspieler Ned Beatty ("Network") ist tot. Der beliebte Charakterdarsteller starb am Sonntag im Alter von 83 Jahren, wie mehrere US-Medien berichteten. "Ned ist am Sonntagmorgen im Kreise seiner Familie und seiner Lieben eines natürlichen Todes gestorben", so Medienmanagerin Deborah Miller. Beatty war 1977 für einen Oscar nominiert für seine Rolle in der schwarzen Komödie "Network" (1976). Beatty spielte dort den Konzernchef Arthur Jensen.

Neue Bachmann-Jurorin Vea Kaiser bereitet sich intensiv vor

14.06.2021 Die 45. Tage der deutschsprachigen Literatur bringen ab Mittwoch auch in der Jury neue Gesichter: Die deutsche Literaturwissenschafterin Mara Delius (Jahrgang 1979) und die 32-jährige österreichische Autorin Vea Kaiser sind neu in der Runde, der neben Klaus Kastberger, Michael Wiederstein und Philipp Tingler auch Brigitte Schwens-Harrant und die neue Vorsitzende Insa Wilke angehören. "Zum dritten Mal nach 2003 und 2012 sind mehr Frauen als Männer in der Jury", jubelt Kaiser.

"Phace" und Sloterdijk beim Festival "Imago Dei" in Krems

13.06.2021 Das Festival "Imago Dei" steht diesmal unter dem Motto "Gegenlicht". Am Samstagabend war das Ensemble "Phace" unter der Leitung von Nacho de Paz mit zeitgenössischen Werken im Klangraum Minoritenkirche in Krems zu hören. Zuvor machte sich der Philosoph Peter Sloterdijk Gedanken über "Lichtung und Beleuchtung".

"Pelléas und Mélisande" als böses Märchen im Akademietheater

13.06.2021 Statt Musik gab es eine geballte Ladung Psychoanalyse: "Pelléas und Mélisande" wurde am Samstagabend im Akademietheater nicht in der Opernfassung von Claude Debussy, sondern in Form des Originals aufgeführt. US-Regisseur Daniel Kramer hat Maurice Maeterlincks 1893 uraufgeführtes symbolistisches Schauspiel als mehrfache Missbrauchsgeschichte gedeutet, bei der Traum und Trauma ineinander übergehen. Im Zentrum steht Sophie von Kessel als zerbrechliche, zerbrochene Mélisande.

Original-Weltraumfotos unter dem Hammer

12.06.2021 Weltall-Fotos von den Anfängen der Raumfahrt werden ab 20. Juni vom Auktionshaus Ketterer Kunst online versteigert. Die 377 Originalaufnahmen aus der Sammlung von Victor Martin-Malburet aus Paris entstanden zwischen 1958 und 1972. Berühmte Astronauten wie John Glenn, Buzz Aldrin oder Neil Armstrong hatten sich gegenseitig fotografiert ebenso wie die atemberaubenden Blicke auf Mond und Erde.

Fritz Krenn tritt zum zweiten Mal beim Bachmann-Preis an

12.06.2021 Fast 30 Jahre sind vergangen, seit der steirische Autor Fritz Krenn 1992 beim Bachmann-Preis angetreten ist. Damals erhielt er den 3sat-Preis für seine Erzählung "Das Holz". Für die erneute Bewerbung ist ausgerechnet das Thema seines Vortrags verantwortlich. In seinem soeben vollendeten Buch "Meine Lesungen" geht es um Veranstaltungen, "die nicht so sind, wie man sie sich vorgestellt hat". Einen der skurrilsten Texte daraus liest er im Wettbewerb, der am Mittwoch startet.

H.C. Artmann wäre 100: Sprachartist und Bürgerschreck

12.06.2021 "Bohemien und Bürgerschreck", nennt Michael Horowitz die Neuauflage seines Buches über H.C. Artmann, "ich bin abenteurer und nicht dichter", heißt das ebenfalls wieder aufgelegte Gesprächsbuch von Kurt Hofmann über den Autor, dessen Geburtstag sich am heutigen Samstag zum 100. Mal jährt. Diese Bandbreite war charakteristisch. Der am 4. Dezember 2000 Verstorbene, an den nun viele Veranstaltungen erinnern, war eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit.

Covid-Fonds: Bundestheater und -museen erhalten 18 Mio. Euro

11.06.2021 Die Bundesmuseen sowie die Bundestheater erhalten erneut Mittel aus dem Covid-19-Krisenbewältigungsfonds.

Rechnungshof sieht angespannte Finanzen in der Burg vor 2008

11.06.2021 Der am Freitag veröffentlichte Rechnungshofbericht zum Finanzgebaren des Burgtheaters zur Zeit der Geschäftsführung von Thomas Drozda belegt die zunehmend angespannte Finanzlage des Hauses im überprüften Zeitraum von 1999 bis 2008. Mit Verweis auf die bisherigen Prüfungen gibt der RH jedoch keine Empfehlungen ab, zumal die Empfehlungen aus späteren Prüfungen bereits weitgehend umgesetzt worden seien. Die Finanzlage des Hauses im Überprüfungszeitraum nennt der RH "kritisch".

Messe "Art Austria" bringt 35 Galerien ins Wiener MQ

11.06.2021 Zum 14. Mal findet heuer die Kunstmesse "Art Austria" statt. Diesmal werden rund 35 Galerien ins Wiener Museumsquartier geladen.

Klima-Kunstwerk auf Wiener Fassade ändert Farbe bei Hitze

11.06.2021 Eine 600 Quadratmeter große Installation des Künstlers Markus Jeschaunig ziert seit heute die Fassade des Zwischennutzungsprojekts "West" im ehemaligen Sophienspital. Dabei handelt es sich um ein "Temperaturdisplay" mit dem Titel "Hier kommt die Erde. Und dann lange nichts." Eröffnet wurde das Projekt von "KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien" in Kooperation mit art:phalanx am Freitag.

"Hader on Ice" feierte umjubelte Premiere im Stadtsaal Wien

11.06.2021 Ganze 17 Jahre hat Josef Hader seine Fans auf ein neues Soloprogramm warten lassen. Am Donnerstag hatte "Hader on Ice" schließlich Premiere im Wiener Stadtsaal - und die hohe Erwartungshaltung im Vorfeld wurde nicht enttäuscht. Denn der heimische Kabarettstar tut das, was er am besten kann: Im nonchalant-amikalen Plauderton seziert er die Grauslichkeiten eines selbstgerechten Wohlstandslebens so präzise, dass man sich mitunter eiskalt erwischt fühlt.

Belvedere zeigt riesiges Regenbogenbild von 1.600 Kindern

11.06.2021 Das nennt man Teamarbeit: 1.600 Kinder haben für den Schweizer Künstler Ugo Rondinone und das Wiener Belvedere ein riesiges Regenbogenbild gemalt. Genauer gesagt: 1.085 Regenbogenbilder. Das Projekt "your age and my age and the age of the rainbow" ist als Vorgeschmack auf seine im Herbst anstehende Soloshow im Belvedere 21 ab sofort im Schlossgarten zu sehen und soll den Betrachtern "eine Portion Zuversicht und Freude" vermitteln, so Belvedere-Generaldirektorin Stella Rollig.

Finsternis und Federkleid: "Macbeth" an der Staatsoper

11.06.2021 Die Augen gewöhnen sich bekanntlich rasch an die Dunkelheit. Und der Stern strahlt umso heller am schwarzen Firmament. Bei Barrie Koskys Inszenierung des "Macbeth", die am Donnerstagabend an der Wiener Staatsoper Premiere feierte, stimmen solche Volksweisheiten nur eingeschränkt: Die alles beherrschende Finsternis dieser monochromen Deutung der Verdi-Oper schließt auch das Leuchten einer Anna Netrebko oder eines Luca Salsi in die Schranken eines schmalen Lichtkegels.

"Kurtheater" im Gemeindebau: Die nächste Saison im Rabenhof

11.06.2021 Vorbei ist es mit dem Gemeindebautheater: Mit der nächsten Saison erklärt sich das Rabenhof Theater in Wien-Erdberg zum "Kurtheater". Die Bühne, die sich im Winter in einem satirischen Protest gegen die Theaterschließungen in das "Ski-Resort Erdberger Alpen" umbenannt hatte, wolle die durch die Absage der Festspiele Reichenau entstandene Lücke schließen, erklärt Leiter Thomas Gratzer mit einem Augenzwinkern. Das erste Kurkonzert findet bereits an diesem Sonntag statt.

Bilder in Bewegung: Serapionstheater zeigt "Koom Posh"

11.06.2021 Erwin Piplits wurde am Ende auch auf die Bühne geholt und verbeugte sich im Kreise des großen Ensembles. Der Gründer des Serapionstheaters und langjährige Prinzipal des Wiener Odeon fungiert nur noch als Anreger der neuen Produktion "Koom Posh". Die Inszenierung stammt vom künstlerischen Leiter Max Kaufmann, dem Sohn von Piplits und Ulrike Kaufmann, und Mario Mattiazzo. Dennoch war gestern nichts wesentlich Neues zu sehen: Bewegungs- und Bildertheater nach Art des Hauses.

Hörspielautorin Magda Woitzuck nimmt am Bachmann-Preis teil

11.06.2021 "Ich bin ja nicht unbedingt eine Rampensau", lacht Magda Woitzuck. Als Hörspielautorin gelingt es der Wienerin in der Regel gut, hinter ihren Texten in Deckung zu gehen. Nun aber die Teilnahme am Bachmann-Preis, bei dem öffentlich diskutiert wird. "Das live zu erleben, wäre für mich eine gruselige Vorstellung." Nun sollen die Teilnehmer aber wie im Vorjahr zu Hause bleiben. Glück gehabt? "Na ja, insgesamt ist es natürlich schon schade, dass es nicht normal stattfinden kann."

ImPulsTanz-Festival heuer mit über 61 Produktionen

10.06.2021 Von Corona-Ausgabe kann keine Rede sein: 61 Produktionen aus über 20 Ländern hat das ImPulsTanz-Festival heuer in zwölf Spielstätten programmiert. Das umfangreiche Programm der 38. Festival-Ausgabe, die heuer von 15. Juli bis 15. August stattfindet, präsentierten Karl Regensburger und sein Team am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz. Dabei erinnerte man auch immer wieder an den kürzlich verstorbenen Festival-Mitbegründer Ismael Ivo.

Wiener Literaturmuseum zeigt den "Weltautor" Stefan Zweig

10.06.2021 Wen in Coronazeiten das Fernweh plagt, der kann zum Preis eines Ausstellungstickets nun um den Globus jetten. Die Reiseleitung übernimmt das Wiener Literaturmuseum, das ab Freitag den "Weltautor" Stefan Zweig präsentiert. Anhand von Notizen, Buchausgaben, Fotografien und Filmausschnitten werden die - zuweilen unfreiwilligen - Abenteuer des international bekannten Bestsellerautors, das Wirken seines Schaffens in fernen Ländern und seine "Weltideen" nachgezeichnet.

Kunst-Feldweg von Lois Weinberger im Lackenbach eröffnet

10.06.2021 Ein künstlerisch gestalteter Feldweg ist heute, Donnerstag, im Renaissancepark Lackenbach (Mittelburgenland) eröffnet worden. FELDWEG ist ein Projekt des im Vorjahr verstorbenen österreichischen Künstlers Lois Weinberger (1947-2020). Der Teilnehmer der documenta 1997 und 2017 und der Biennale von Venedig 2009 hat den 22 Hektar großen Schlosspark mit einem Rundweg erschlossen, einem Pfad ohne Anfang und Ende, ähnlich wie der Kreislauf der Natur.

Meyer-Abschied an der Wiener Volksoper mit elf Premieren

10.06.2021 Ein Abschied ist immer mit Zahlen verbunden: 135 Premieren werden es sein, auf die Robert Meyer am Ende seiner Direktion an der Wiener Volksoper im Juni 2022 zurückblicken kann. Elf sind es in seiner Abschiedssaison 2021/22, die Meyer am Donnerstag der Presse präsentierte und dabei zufrieden auf die vergangenen 14 Jahre zurückblickte. Angesichts einer durchschnittlichen Auslastung von 82 Prozent könne er sagen: "Mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen."

Bachmann-Preis - Nava Ebrahimi ist "schon ein wenig aufgeregt"

10.06.2021 1978 wurde Nava Ebrahimi in Teheran geboren, seit 2012 lebt sie in Graz. 2017 wurde sie für ihren Roman "Sechzehn Wörter" beim Österreichischen Buchpreis mit dem Debütpreis ausgezeichnet, 2020 veröffentlichte sie ihren zweiten Roman, "Das Paradies meines Nachbarn". Ab 16. Juni tritt die frühere Journalistin beim Wettlesen um den Bachmann-Preis an. "Ich dachte eigentlich, ich wäre cooler. Aber jetzt bin ich doch schon ein wenig aufgeregt. Ich bin sehr neugierig."

"Sahibinden Kiralik" als dunkler "Reigen" bei den Festwochen

10.06.2021 Es ist eine Art "Reigen" in den dunklen Ecken eines Parks in einer türkischen Großstadt: Stricher, Freier und Zuhälter treffen auf einer spärlich beleuchteten Parkbank aufeinander, um übereinander herzufallen oder aufeinander loszugehen. Mittendrin ein 14-jähriges Mädchen, das am Anfang "Lolita" liest und am Ende einen Ausweg sucht. Das 2002 von Özen Yula geschriebene Stück "Sahibinden Kiralik" feierte am Mittwoch im Schauspielhaus im Rahmen der Wiener Festwochen Premiere.