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Zyperns Präsident gegen Euro-Hilfe für sein Land

Der zypriotische Präsident Christofias glaubt nicht daran, dass sein Land Hilfe aus dem Euro-Rettungsschirm benötigen werde. In einer Pressekonferenz mit Bundespräsident Fischer am Montag in Wien schloss er diese Möglichkeit aber nicht aus. Wegen der engen wirtschaftlichen Beziehungen der zypriotischen Banken mit Griechenland müsse Zypern 1,8 Milliarden Euro für die Rettung einer Bank aufstellen.

Derzeit werde noch diskutiert, woher das Geld kommen könnte. Es gebe mehrere Möglichkeiten: “Entweder den Weg, den Griechenland gegangen ist. Ich glaube nicht, dass Zypern diesen Weg braucht.” Oder es gebe den Weg einer Kreditaufnahme zur Unterstützung der Volksbank. “Ohne die Exposition der Banken Zyperns den griechischen Anleihen gegenüber und dem griechischen Finanzsystem gegenüber bräuchten wir keine Unterstützung aus dem Stabilitätsmechanismus der Europäischen Union”, erklärte Christofias im Hinblick auf den permanenten Rettungsschirm ESM. Der zypriotische Präsident verwies darauf, dass die Wirtschaft seines Landes gar nicht so eng mit jener Griechenlands verbunden ist, wie vielfach angenommen. Die Transaktionen machten laut ihm nur ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.

Sowohl Fischer als auch Christofias zeigten sich gegenüber Griechenland zurückhaltend. Zunächst seien die Neuwahlen und die Entscheidungen der neuen Regierung abzuwarten, betonte Fischer, der sich auf Diskussionen über einen Austritt Griechenlands aus dem Euro nicht einlassen wollte. Es sei “unseriös, leichtfertig und fehlerhaft, sich jetzt auf Prognosen einzulassen”, sagte er.

Christofias erklärte, er wage es nicht, sich vorzustellen, dass Griechenland aus der Eurozone austritt. Er hoffe aber, dass das griechische Volk eine Entscheidung fälle, die allen am besten diene.

(APA)

 

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