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Zwischenfall in Anlage für radioaktiven Müll

In einer Anlage für schwach radioaktiven Müll in Südfrankreich ist eine Abweichung vom normalen Betrieb gemeldet worden. Eine Überprüfung im November habe ergeben, dass die Rauchmelder in der Anlage in der Nähe von Montpellier im Südosten des Landes nicht oft genug getestet worden seien, erklärte die Betreiberfirma Socodei am Donnerstagabend.

Die Brandmelder müssten halbjährlich überprüft werden, seien aber nur einmal im Jahr getestet worden. Die französische Atomaufsicht ANS habe diesen Vorfall auf der Internationalen Bewertungsskala für atomare Ereignisse (INES) auf der zweitniedrigsten von acht Kategorien eingestuft. Vorfälle dieser Kategorie werden allein in Frankreich jedes Jahr dutzendfach gemeldet.

In der Anlage Centraco de Codolet in Südfrankreich behandelt und entsorgt die Tochterfirma des französischen Energieriesen EDF schwach radioaktive Abfälle aus Atomkraftwerken, Krankenhäusern und Forschungslabors. Die Bewertungsskala INES reicht von 0 bis 7, wobei 0 bedeutet, dass ein Vorfall höchstens eine “sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung” hat. In Frankreich wurden im vergangenen Jahr Hunderte Fälle der Stufe 0 gemeldet. Stufe 1 auf der INES-Skala heißt, es wurde eine Abweichung in Bereichen festgestellt, die für den sicheren Betrieb der Anlage zulässig sind; Stufe 7 ist ein katastrophaler Unfall wie 1986 in Tschernobyl.

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