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Zwischen Zuversicht und Skepsis

Die Vorarlberger Bevölkerung pendelt in der Einschätzung der Auswirkungen der Wirtschaftslage auf ihre persönliche Situation zwischen Zuversicht und Skepsis.

Auch beim Geldausgeben ist die Ländle-Bevölkerung zurückhaltender als vor Jahren. Dafür gibt es ein „Vorzugszeugnis“ für Schulsystem, Fachhochschule und Wirtschaftsstandort. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Fessel-GfK ergeben, die im Auftrag der Industriellenvereinigung Vorarlberg (IV) im Frühjahr unter 1.000 Vorarlbergern durchgeführt worden ist.

Die erwartete Entwicklung der wirtschaftlichen Lage in Österreich in den nächsten zwölf Monaten wird im Ländle ambivalent gesehen: 54 Prozent der Befragten erwarten, dass sie gleich bleiben und 20 Prozent, dass sie sich verbessern wird. Ein Viertel (25 Prozent) rechnet mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Laut IV-Umfrage blicken 51 Prozent der Befragten mit Optimismus in die Zukunft, während 48 Prozent eher skeptisch sind. Zu ihrer finanziellen Situation meinen 54 Prozent der Vorarlberger, sie würden sparsamer als sonst mit dem Geld umgehen. Und 57 Prozent glauben, dass sie sich auf Grund von Preissteigerungen auch weniger leisten könnten als in den vergangenen Jahren.

Mit dem Schulsystem und der Fachhochschule (FH) ist die Ländle-Bevölkerung hingegen überwiegend zufrieden. Fast die Hälfte (45 Prozent) der Befragten beurteilt die Qualität der schulischen Ausbildung mit „sehr gut“, weitere 47 Prozent mit „eher gut“. „Die Vorarlberger Bevölkerung hat damit dem Schulwesen ein Vorzugszeugnis ausgestellt“, kommentierte IV-Präsident Fritz Zumtobel am Montag. Genau so gut schneide die FH Vorarlberg in Dornbirn ab, freute sich Zumtobel als Mitglied des Fachhochschulrates: 46 Prozent der Befragten stufen die Qualität der FH als „sehr gut“, 38 als „eher gut“ ein und nur zwei Prozent als „eher schlecht“. 14 Prozent machten keine Angabe.

Die IV-Befragung zeige auch einen Zusammenhang zwischen der guten Einschätzung der Ausbildung und der positiven Beurteilung des Wirtschaftsstandorts Vorarlberg, folgerte Zumtobel. Nicht weniger als 94 Prozent der Befragten bewerten den Wirtschaftsstandort als „sehr gut“ oder „eher gut“, nur sechs Prozent als „eher schlecht“ oder „sehr schlecht“.

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