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Zweiter Temelin-Block wird abgeschaltet

Der zweite Block des südböhmischen Atomkraftwerkes Temelin wird am Freitagabend wegen einer Reparatur "planmäßig" abgeschaltet. Dies teilte Temelin-Sprecher Milan Nebesar mit.

Es werde es sich um eine kurze Reparatur im Regulierungs-Öl-System der Turbine handeln. Die Stromlieferungen vom zweiten Block werden am Sonntag wieder begonnen.

Der zweite Block läuft seit Juli mit um 15 bis 20 Prozent gesenkter Leistung. Am heutigen Freitag in der Früh lief er auf 80 Prozent und lieferte etwa 760 Megawatt ans Netz (anstatt der üblichen 1.000 Megawatt). Der Grund der gesenkten Leistung sind Mängel an den Rotor-Schaufeln – ein Umlaufrad wird repariert.

Was den ersten Block Temelins angeht, ist dieser seit Ende Juli planmäßig wegen des Austausches eines Viertels der Brennstäbe und einer durchzuführenden Revision abgeschaltet. Diese reguläre Pause sollte voraussichtlich bis Mitte September dauern.

Atomgegner fordern nach „Störfall 80“ das endgültige Aus für Temelin

Oberösterreichische Atomgegner fordern nach „Störfall Nr. 80“ das endgültige Aus für das tschechische Atomkraftwerk Temelin. Die im Melker Prozess zugesagten Sicherheitsnachbesserungen seien bis heute nicht umgesetzt, kritisierten die Organisationen in Presseaussendungen am Freitag. Wegen einer Reparatur wird am Abend der zweite Block des AKW abgeschaltet.

Block 2 soll für Reparaturen am Turbogenerator außer Betrieb gehen, so Roland Egger von „atomstopp_atomkraftfrei leben!“. Von neuen Problemen zu sprechen, sei angesichts der Pannenserie lachhaft. „Probleme mit dem Turbogenerator gibt es, seit Temelin in Betrieb ist“, betonte Egger.

Der Stillstand beider Blöcke sorge dafür, „dass man im Grenzraum das Wochenende wieder einmal entspannter verbringen kann“, so Christine Wurm vom Verein „Sonne + Freiheit“. Für die Betreiber sollte die „Stunde der Wahrheit“ nahen, „denn dieses AKW kann so keinesfalls dauerhaft betrieben werden“.

Melk sei gescheitert, unterstrich Wurm. Offen seien unter anderem die Fragen zur Qualifikation der Sicherheitsventile, so Egger. Die Forderung nach dem endgültigen Aus für Temelin sei angesichts der Pannenserie und der ungelösten Sicherheitsprobleme aktueller denn je.

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